Rio im Samba-Fieber
Letzte Proben, Diskussion um Kind als Samba-Queen
Brasilianische Kinderschutzorganisationen kritisieren, es sei unangemessen, ein Kind in der Rolle der "Samba-Queen" auftreten zu lassen. Dieses hochbegehrte "Amt" in Rios Karneval fällt eigentlich jungen Frauen zu, die mit viel Sexappeal und knappen Kostümen ihren Gruppen in dem rund 80-minütigen Defilee in Rios Sambódromo vorantanzen.
Die Eltern der siebenjährigen Júlia verstehen den Wirbel nicht. "Ich würde meine Tochter doch nie in erotische Kleidung stecken", sagte Vater Marco. Auch Mutter Mônica betonte, dass Julia in einem kindgerechten Fantasiekostüm auftreten werde. "Wer auf ein Kind wie Júlia schaut und sagt, es gebe einen erotischen Bezug, der muss sehr krank sein."
Brasilien verteilt 59 Millionen Kondome
Während des berühmten Karnevals verteilt die Regierung zum Schutz gegen Aids 59 Millionen Kondome im Land. Vor allem die besonders gefährdeten Gruppen - junge Frauen unter 20 Jahren und junge Schwule unter 25 Jahren - sollen so vor einer HIV-Infektion geschützt werden, erklärte das Gesundheitsministerium am Samstag.
Bereits im vergangenen Jahr hat Brasilien anlässlich des Spektakels knapp 60 Millionen Präservative verschenkt und damit die Quote der Vorjahre mehr als verdoppelt. Damit könnte inzwischen rund ein Drittel der Bevölkerung versorgt werden, erklärte das Ministerium.
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