3 Frauen, 20 Kinder

Südafrikas Zuma entschuldigt sich für Ehebruch

Ausland
06.02.2010 16:07
Südafrikas Präsident Jacob Zuma (re.) hat sich wegen seiner erneuten außerehelichen Affäre öffentlich entschuldigt. Er bedauere "zutiefst den Schmerz", den er seiner Familie, seiner Partei ANC und "Südafrika insgesamt" zugefügt habe. Der bereits mit drei Frauen verheiratete Zuma, der inzwischen Vater von 20 Kindern ist, hatte zunächst die Medien wegen der Verletzung der Privatsphäre heftig kritisiert.

In den vergangenen Tagen hatte es aber auch innerparteilich heftige Kritik am Liebesleben des Präsidenten gegeben. Obwohl er die kürzlich bekanntgewordene Geburt einer unehelichen Tochter vor drei Monaten als "private Angelegenheit" betrachte, habe sie eine öffentliche Debatte und "viel Druck auf meine Familie und meine Organisation" ausgelöst, gestand der 67-Jährige ein.

Der bekennende Polygamist Zuma hatte im Jänner zum fünften Mal mit traditionellen Zulu-Zeremonien geheiratet und hat nun drei Ehefrauen. Eine seiner Frauen beging im Jahr 2000 Selbstmord, eine Ehe wurde geschieden.

Anti-Aids-Kampagnen untergraben?
Zuma war von der Opposition angegriffen worden, weil er mit seinem Verhalten die Anti-Aids-Kampagnen für geschützten Sex untergraben würde. Südafrika hat eine der höchsten HIV-Infektionsraten in der Welt. Nun versicherte Zuma, dass er nach wie vor "den Familienwerten" und der "Ehe als Institution" verpflichtet sei: "Ich erkenne die Verantwortung eines Führers an, diese Werte hoch zu halten und sie zu jeder Zeit zu fördern."

Die Zeitung "Saturday Star" berichtete am Samstag, dass ein 30-jähriger Mann aus Simbabwe behauptet, ebenfalls ein - bisher nicht bekannter - Sohn Zumas zu sein.

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