06.01.2019 10:00 |

Energiepreis steigt

Strom ist in Kärnten am teuersten!

Die Energiepreise klettern weiter nach oben – die hohen Kosten werden zur immer größeren Belastung für das Haushaltsbudget. Nachdem Anbieter mit 2019 ihre Preise erhöht haben, steigt in Kärnten auch das Netzentgelt an. Im Süden sind die Kosten für Energie am höchsten – allerdings auch das Einsparpotenzial.

30 Stromlieferanten haben mit Jänner 2019 ihre Energiepreise erhöht – unter ihnen auch die Energie Klagenfurt und die AAE Naturstrom Vertrieb GmbH aus Kötschach-Mauthen. Die Gründe dafür, dass die Strompreise immer weiter steigen, sind neben der Trennung der Strompreiszone Österreich – Deutschland auch steigende Preise für Erdgas und Öl sowie für Emissionszertifikate. Günstiger wird dieses Jahr hingegen die Ökostromabgabe.

Bemerkbar macht sich auf der Stromrechnung auch ein höheres Netzentgelt, das etwa ein Drittel der Kosten ausmacht. „In den Netzbereichen Kärnten und Klagenfurt kommt es 2019 zu einer Erhöhung von rund zehn Prozent über alle Netzebenen“, heißt es bei der Regulierungsbehörde E-Control, die die Preise vorgibt.

„Schäden durch Extremwetter ein Grund“

Auch dabei spielt die Strompreiszonentrennung eine Rolle. „Die massiven Schäden an der Netzinfrastruktur durch Extremwetter und die Zersiedelung im Süden sind weitere Gründe für den Anstieg“, weiß Reinhard Draxler von der KNG-Kärnten Netz GmbH. Das Netzentgelt steigt auch bei den STW Klagenfurt.

Derzeit ist Strom in Kärnten am teuersten: Mit 801 Euro wird pro Jahr das Budget eines durchschnittlichen Haushaltes im Süden belastet. In Vorarlberg sind es zum Beispiel an die 200 Euro weniger.

Sparpotenzial

Dennoch ist es möglich, die Kosten zu senken. Einerseits durch Stromsparen, was auch die Umwelt freut. Andererseits durch den Wechsel des Energieanbieters. Wer in Klagenfurt vom regionalen Standardanbieter zum günstigsten umsteigt, muss pro Jahr 190 Euro weniger berappen (inklusive Neukundenrabatte). In den Bezirken sind es bis zu 151 Euro. Noch höheres Sparpotenzial gibt es bei Gas.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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