06.12.2018 12:37 |

Naturgewalten

Ein Unwetter der Rekorde!

Zwei Jahre wird’s dauern, bis die Schäden der Unwetterkatastrophe von Ende Oktober restlos aufgearbeitet sind. Mittlerweile steht fest, dass die Natur dabei wütete wie bei uns noch nie zuvor und dabei sämtliche Skalen sprengte, wie die Meteorologen der Wetterwarte in Klagenfurt nach Auswertung der Daten wissen.

„Kaum ein Mensch hat so ein Naturereignis bei uns jemals erlebt!“, fassen die ZAMG-Meteorologen Gerhard Hohenwarter, Christian Stefan, Paul Rainer und Martin Ortner die Unwetterkatastrophe zusammen, die sämtliche Wetterrekorde sprengte. 690 Millimeter Niederschlag binnen drei Tagen wurden alleine auf dem Plöckenpass gemessen. Der bestehende Maximalwert von 2014 wurde dabei um 136 (!) Millimeter nach oben korrigiert. Hohenwarter: „Bis zu diesem Zeitpunkt kannte unser Warntool solch gewaltige Niederschlagsmengen von mehr als 500 Millimeter nicht.“

Und der Sturm erreichte Windspitzen von bis zu 220 km/h. „Am Windrad auf dem Plöckenpass wurden 185 km/h registriert und die Messstation des Lawinenwarndienstes auf der Mauthner Alm 163 km/h, bevor diese zerstört wurde.“ Davor waren in Kärnten höchstens 151 km/h dokumentiert. Für die Meteorologen ist klar, dass Kärnten nur knapp an einer noch größeren Katastrophe vorbeigeschrammt ist. „Wäre der Gaildamm zum Leid der Rattendorfer nicht gebrochen, wäre Lavamünd möglicherweise überschwemmt worden“, so der Experte: „Ein Wahnsinnsereignis.“ Auch die Belastung für Meteorologen ist groß: mit ihren Daten liefern sie Entscheidungsträgern wertvolle Informationen und so konnte ebenfalls Schlimmeres verhindert werden.

Hannes Wallner
Hannes Wallner

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