Fr, 14. Dezember 2018

Gegen Übergriffe

06.12.2018 09:52

Mehr Sicherheit für Frauen in den Wiener Öffis

Auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln soll frau sich sicher fühlen. Aus diesem Grund werden seitens der Stadt Wien Mitarbeiter der Wiener Linien nun eigens für den richtigen Umgang mit Fällen von sexueller Gewalt und Übergriffen geschult. Das erklärte Ziel: eine Anlaufstelle für Opfer bzw. Ansprechpartner bieten zu können. Doch auch die Bevölkerung soll sensibilisiert werden, um im Ernstfall hin- anstatt wegzusehen. Wie berichtet, kam es im heurigen Jahr in Österreich zu einem Anstieg an Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Plus von 132 Vergewaltigungen registriert, wie die jüngsten Zahlen aus dem Innenministerium zeigen.

Man wolle „eine zentrale Anlaufstelle für Frauen bieten“, erklärte Frauenstadträtin Kathrin Gaal (SPÖ). „Frauen und Mädchen sollen sich in ganz Wien wohlfühlen. Wenn sie in Not geraten, ist es wichtig, dass es Ansprechpersonen gibt.“ Sexuelle Belästigung und Übergriffe auf Frauen hätten in Wien jedenfalls „keinen Platz“, betonte Gaal. Zuvor hatten sich an der Aktion, die sich „Ich bin dein Rettungsanker“ nennt, bereits im Juni Mitarbeiter des Donauinselfestes beteiligt sowie im Sommer auch jene der Wiener Bäder.

„In den Öffis ist frau nie allein“
Ab Jänner soll der richtige Umgang mit Betroffenen von sexueller Belästigung oder Übergriffen in der Ausbildung vertieft und zudem weiterführende Schulungen aufgenommen werden. Derzeit seien
 80 Sicherheitsdienstmitarbeiter im Netz der Wiener Linien unterwegs. „In den Öffis ist frau nie allein. Auch wenn gerade niemand da ist - die nächste Notrufsäule am Bahnsteig ist nicht weit“, so Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ). „Wenn man sie drückt, ist man direkt mit der Leitstelle verbunden. Im Zweifelsfall ist es immer ein Notfall“, so Sima. Kontakt zum Fahrer der Züge könne man zudem über die Notsprecheinrichtungen - insgesamt gibt es davon 2500 in den Öffis - neben der Tür aufnehmen.

13.000 Kameras
Seit dem heurigen Jahr sind sämtliche Wiener U-Bahn-Stationen videoüberwacht, insgesamt 13.000 Kameras beobachten das Geschehen auf Bahnsteigen und in den Öffis. Um die Wiener auf die Sicherheitseinrichtungen aufmerksam zu machen, werden in den nächsten zwei Wochen auch via Infoscreen zwei Spots zu diesem Thema zu sehen sein. „Gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass sich die Menschen in unserer Stadt und natürlich in den Öffis auch weiterhin sicher fühlen“, so Gaal und Sima.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz

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