Bebenkatastrophe

Haiti benötigt drei Milliarden Dollar für Wiederaufbau

Ausland
26.01.2010 08:19
Nach dem verheerenden Erdbeben hat Haiti um drei Milliarden Dollar gebeten. Das Geld sei notwendig, um das Land wieder aufzubauen und die Not der Menschen zu lindern, zitiert die "New York Times" am Montag Vertreter der haitianischen Regierung. Indes hat der ORF unter dem Motto "Österreich hilft Haiti" am Montag 1.365.474 Euro für die Aktion "Nachbar in Not" gesammelt.

Den Hilferuf nach drei Milliarden Euro machte der haitianische Premierminister Jean-Max Bellerive am Montag auf der Geberkonferenz in Montréal. Zwei Milliarden Dollar würden allein gebraucht, um Häuser für die Hunderttausenden Obdachlosen zu bauen. In der ostkanadischen Stadt hatten sich die Außenminister und andere Vertreter von etwa 20 Staaten und Weltorganisationen getroffen, um über die Zukunft Haitis zu beraten. Unter ihnen waren auch die Außenminister Hillary Clinton aus den USA und Bernard Kouchner aus Frankreich.

Geberkonferenz im März geplant
Ein umfassendes Konzept und dessen Finanzierung sollen Thema einer großen Haiti-Konferenz im März in New York sein. Dann sollen die Vereinten Nationen Gastgeber einer großen Geberkonferenz für das zu den ärmsten Ländern der Welt gehörende Haiti sein, sagte der kanadische Außenminister Lawrence Cannon am Montag in Montréal.

Haiti brauche einen klaren Fahrplan, um den Wiederaufbau zu koordinieren, sagte Cannon nach Angaben des kanadischen Senders CBC. Dabei brachte der Minister auch die Windkraft als ein Schlüsselelement ins Spiel. "Technologie wird ein entscheidendes Element sein, um das Land wieder aus den Ruinen entstehen zu lassen", sagte Cannon. Gerade Windkraft könnte eine entscheidende Rolle spielen, weil sie das Land unabhängig von fossilen Brennstoffen machen könne. "Haiti und die, die die helfen wollen, sollten jede Chance nutzen, um das Land besser aufzubauen, als es war."

Rege Beteiligung bei "Österreich hilft Haiti"
Insgesamt 20.272 Österreicher beteiligten sich laut ORF am Thementag für Haiti und sagten Spenden zu. Auch Prominente wie Rainhard Fendrich, Semino Rossi, DJ Ötzi, Anna F., Christina Stürmer und "Starmania"-Sieger Oliver Wimmer stellten sich spontan in den Dienst der guten Sache und unterstützten die Gala mit ihren musikalischen Botschaften. In einer Zuspielung appellierte auch Udo Jürgens an die Solidarität mit den Opfern und bat um weitere Unterstützung.  Waterloo, Petra Frey, Zweitfrau, Roman Gregory, Oliver Wimmer, Alfons Haider und Simone performten im Chor jenen Song, den Gary Lux extra für die Sendung geschrieben hat.

Durch die bisherigen Spenden für "Nachbar in Not" wurden bereits insgesamt 6,9 Millionen Euro für die Menschen in Haiti gespendet. 

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