15.11.2018 20:38 |

Wegen Polit-Krise

Israels Premier Netanyahu sagt Wien-Besuch ab

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat seinen für kommende Woche anlässlich einer hochrangigen EU-Konferenz gegen Antisemitismus geplanten Wien-Besuch wegen der innenpolitischen Turbulenzen in Israel abgesagt. Dies berichten israelische Medien am Donnerstagabend unter Berufung auf einen Sprecher des Außenministeriums in Jerusalem.

Netanyahus Besuch wäre der erste eines israelischen Regierungschefs in Wien seit dem Jahr 1997 gewesen. Nach dem Rücktritt von Verteidigungsminister Avigdor Lieberman kämpft Netanyahu aber um den Bestand seiner fragilen Regierungskoalition. Am Donnerstag verschärfte sich die Krise, weil der Chef der Siedlerpartei, Naftali Bennett, Anspruch auf den wichtigen Kabinettsposten erhob.

Aus Protest gegen Waffenstillstand zurückgetreten
Lieberman war aus Protest gegen den von Netanyahu mit der radikalislamischen Hamas eingegangenen Waffenstillstand im Gazastreifen zurückgetreten. Israelischen Medienberichten zufolge könnte dieser Waffenstillstand durch Vermittlung des österreichischen Unternehmers Martin Schlaff zustandegekommen sein. Der „persönliche Freund“ Liebermans habe „eigene Vorschläge“ eingebracht, um die Waffenruhe zu erzielen, berichtete der zweite israelische Fernsehkanal am Donnerstagabend.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen