Bei der im Vorjahr auf 143 Millionen Euro aufgestockten Wohnbauförderung wurden mit Jahreswechsel die Einkommensgrenzen für Neubau und Sanierung um zehn Prozent angehoben. "Der Mittelstand wird praktisch zur Gänze in den Genuss der Wohnbauförderung kommen", so Niessl. Im Rahmen der Sanierungsoffensive wurde der Sanierungsscheck im Vorjahr 176 Mal beantragt, 330.000 Euro wurden dafür aufgewendet.
Klein- und Mittelbetrieben soll Risikokapitalfonds helfen
Für die seit Jahresbeginn laufende Sonderaktion zur Förderung von Elektrofahrzeugen werden ebenfalls 300.000 Euro zur Verfügung gestellt. Eine Förderaktion im selben Ausmaß gibt es auch für Fahrzeuge mit Erdgas- oder Biogasantrieb. Im Bereich Photovoltaik ist eine Sondersubventionierung mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen im Gesamtausmaß von 750.000 Euro vorgesehen, erklärte Niessl.
Einen weiteren Schwerpunkt in der Wirtschaftsförderung soll ein mit 20 Millionen Euro dotierter Risikokapitalfonds bilden, den man auf die Beine stellen will. Das Land stellt dafür zehn Millionen Euro zur Verfügung, Banken und Private sollen die andere Hälfte aufbringen. Damit soll die Eigenkapitalquote von Klein- und Mittelbetrieben gestärkt werden, damit sie kreditwürdig sind.
2010 als "Jahr des Aufstiegs"
Das Beschäftigungsprogramm für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz sei schon im Dezember angelaufen, EU, Bund und Land investieren hier neun Millionen Euro. Außerdem gebe es im Burgenland heuer Bauprogramme des Bundes, etwa zum Ausbau von Kasernen und Schulen sowie im Straßenbaubereich. 2009 sei im Burgenland schon aus wirtschaftlicher Sicht "das Schlüsseljahr" gewesen, "2010 ist das Jahr des Aufstiegs", zeigte sich Niessl optimistisch. Man wolle im Burgenland "die beste Entwicklung aller Bundesländer im Wirtschafts- und Arbeitsmarktbereich haben", formulierte Niessl als Ziel.
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