"Ich bin mir ganz sicher, keine Unterwäsche bestellt zu haben. Schon gar nicht so eine", ist Helga S. empört. Im Postkasten fand die betagte Frau vor wenigen Tagen die 1. Mahnung der ihr bis dahin unbekannten Schweizer Firma Provea. Über 40 Euro sollte die Mattersburgerin für Stirng-Tangas und Corsagen bezahlen.
Auf AK-Anfrage kam vage Antwort
Natürlich hatte die Konsumentin die Waren auch nie erhalten. Deshalb wandte sie sich mit der Bitte um Hilfe an die Arbeiterkammer in Eisenstadt. "Auf unsere Anfrage meinte man zunächst, dass ein Bestellschein vorliege und man alles belegen könne", sagt Eva Schreiber von der AK. Doch wenig später kam nur die knappe Nachricht, dass das Kundenkonto gelöscht worden sei und die Kundin keine weiteren Mahnungen mehr erhalten werde.
"Wir hatten in den vergangenen Wochen immer wieder Anfragen diese Schweizer Firma betreffend. Oft erhalten die Leute sogar nicht bestellte Waren", so Schreiber. In diesem Fall dürften die Kunden die Kleidung sogar behalten, ohne sie zu bezahlen. Ob die Betroffenen das angesichts der schlüpfrigen Ware auch wollen, bleibt abzuwarten.
von Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung
Symbolbild
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