24 Geiseln an Bord
Somalische Piraten kapern erneut Chemie-Frachter
Nach Angaben des Leiters des ostafrikanischen Seefahrerhilfsprogramms, Andrew Mwangura, geht es der Besatzung gut. Das habe der Kapitän des 20.000-Tonnen-Tankers "Parmoni" (Bild) per Funk mitgeteilt.
Englischen Frachter überfallen
Rund 1.000 Kilometer östlich von Somalia haben Piraten am Freitag zudem den unter britischer Flagge fahrenden Frachter "Asian Glory" überfallen, wie ein Sprecher der EU-Mission Atalanta am Samstag mitteilte. Das Schiff mit 25 Besatzungsmitgliedern an Bord war dem Sprecher zufolge auf dem Weg in Gewässer, in der die EU-Mission patrouilliert. Der aus der Ukraine, Bulgarien, Indien und Rumänien stammenden Crew gehe es offenbar gut. Üblicherweise brächten Piraten ein gekapertes Schiff zu ihrer Hochburg und nähmen dann Kontakt mit dem Eigner auf, sagte Atalanta-Kommandant John Harbour.
Über ein Dutzend Schiffe gekapert
Erst in den vergangenen Tagen hatten Seeräuber am Horn von Afrika drei Frachtschiffe gekapert. Sie überfielen einen britischen Chemie-Frachter, einen griechischen Großfrachter mit Düngemitteln und einen jemenitischen Tanker. Derzeit sind 14 Schiffe mit insgesamt knapp 300 Seeleuten in der Gewalt von Piraten.
Die "Asian Glory" mit 25 Besatzungsmitgliedern an Bord wurde am Freitag rund 1.000 Kilometer östlich von Somalia überfallen, wie ein Sprecher der EU-Mission Atalanta am Samstag mitteilte.
Piraterie lukratives "Geschäft"
Die Seeräuberei ist für viele Somalier angesichts der Folgewirkungen des Bürgerkriegs eine der lukrativsten Betätigungen. Immer wieder werden für die Freilassung der Handelsschiffe und ihrer Besatzung hohe Lösegeldsummen gezahlt.
Foto: GBLT Shipmanagement Pte Ltd.
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