Zeit für ein Resümee
Nutze das Jahresende, um Bilanz über deine Situation zu ziehen. Das ist wichtig, damit du einen Überblick bekommst, wie du aufgestellt bist und wo es Defizite gibt. Rechne dir aus, wie hoch deine Spareinlagen sind, bzw. sieh dir an, wie hoch das Minus auf dem Konto ist. Mache eine Aufstellung über deine monatlichen Ausgaben, damit du siehst, wie du mit deinem Einkommen auskommst. Das Gesamtbild zeigt dir, wie du gestellt bist: Bleibt dir monatlich eine zumindest kleine Reserve und hast du Geld in der Größenordnung von zwei bis drei Monatsgehältern auf der Seite, dann ist alles in Ordnung. Du kannst daran arbeiten, deine Reserve zu erweitern und dir ein Vermögen aufzubauen bzw. deinen finanziellen Wünsche zu erfüllen.
Anders sieht es aus, wenn deine Reserve zu klein ist, d.h. weniger als zwei Netto-Monatsgehälter, und dir auch monatlich kaum etwas übrig bleibt bzw. wenn du dich am Konto im Minus bewegst. Dann besteht Handlungsbedarf. Ziel für das kommende Jahr sollte sein, dass du dein Konto wieder ins Gleichgewicht bringst und dir eine kleine Reserve aufbaust. Denn längerfristig betrachtet kostet dich eine Überziehung unnötig viel Geld durch die anfallenden Sollzinsen. Daher ist es notwendig, dass du deine monatlichen Ausgaben kennst und auf Einsparpotenzial überprüfst. Vielleicht gibt es Kostenblöcke, die nicht unbedingt notwendig sind.
Darunter fällt in diesem Zusammenhang auch das Thema Sparen: Wenn du am Konto überzogen bist, macht es nur wenig Sinn, einen Dauerauftrag auf ein Sparbuch o.Ä. zu machen, da du auf der einen Seite bei weitem mehr Zinsen zahlst, als du auf der anderen Seite bekommst – effektiv betreibst du damit Geldvernichtung. Es ist besser, eine Rückzahlungsvereinbarung mit deiner Bank zu treffen, um den Kontorahmen zu reduzieren. Erst wenn dein Konto wieder ausgeglichen ist, solltest du zu sparen beginnen.
Einsparungspotenziale ausfindig machen
Auch ist der Jahreswechsel ein guter Anlass, um einen Überblick über deine Verträge zu bekommen: Versicherungen, Handy, TV usw. – ein regelmäßiger Tarifvergleich kann sich auszahlen. Erstelle dir eine Übersicht, bei welchen Verträgen du wie viel zahlst. Versicherungsvergleiche kannst du bei Maklern oder auch deiner Hausbank machen lassen, Handytarife lassen sich anhand deines Nutzungsverhaltens über die Tarifrechner der Arbeiterkammer durchleuchten.
Was wird 2010 neu?
Ab 1. Jänner 2010 stehen die neuen Varianten des Kindergeldes zur Verfügung, die eine Verbesserung deiner Einkommenssituation bringen können. Auch Kosten für Kinderbetreuung können unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastung in die Einkommensteuererklärung für 2009 hineingenommen werden – ein Punkt mehr, der dir Geld vom Finanzamt zurückbringt.
Allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen: Die staatliche Förderung beim Bausparen wird 2010 von 4% auf 3,5% gesenkt, bei der Zukunftsvorsorge von 9,5% auf 9%.
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