31.08.2018 11:49 |

200.000 $ schon weg

Spenden verprasst: Jetzt klagt obdachloser Johnny

Die Geschichte, wie der Obdachlose Johnny Bobbitt in den USA einer Lenkerin seine letzten 20 Dollar gab, damit sie tanken konnte, ging um die Welt. Die Frau sammelte danach 400.000 Dollar (rund 340.000 Euro) Spenden für den Mann. Doch nun verklagt der Armee-Veteran seine Gönnerin. Denn McClure und ihr Freund Mark D‘Amico sollen bereits die Hälfte des Geldes für einen BMW, Urlaube und Casinobesuche verprasst haben, während Johnny keinen Cent davon gesehen haben soll.

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Nachdem McClure mit ihrem Wagen auf einem einsamen Highway in Philadelphia ohne Sprit stehen blieb, zeigte sich Johnny Bobbitt hilfsbereit - der 35-Jährige riet ihr, im Wagen sitzenzubleiben und die Türen zu verriegeln, während er von seinem letzten Geld einen Kanister Benzin kaufte und zu ihr brachte. Die junge Frau war so gerührt, dass sie Spenden auf der Plattform GoFundMe für ihren selbstlosen Retter sammelte. Mehr als 400.000 Dollar kamen zusammen.

Nun ist schon die Hälfte des Geldes weg - das Paar behauptet, es habe 200.000 Dollar davon für seine Fürsorge aufgewendet, Belege haben die beiden dafür aber nicht. Statt eines Hauses haben sie Johnny einen Campingwagen und einen gebrauchten SUV gekauft, die auf dem Grundstück ihrer Familie abgestellt und mittlerweile wieder verkauft wurden. 25.000 Dollar hätten sie dem 35-Jährigen in bar gegeben, doch dieses Geld habe er für Freunde und Drogen ausgegeben. Deshalb würden sie die restliche Summe einbehalten.

Paar soll kostspielige Urlaube verbracht und einen BMW gekauft haben
Auch Ausgaben für ein Hotel, zwei Mobiltelefone, ein Fernsehgerät, einen Laptop sowie Gebühren von 30.000 Dollar für die GoFundMe-Kampagne sollen zu den Aufwendungen zählen - doch wohl nicht für Bobbit. Denn das Paar habe kostspielige Urlaube in Las Vegas und Los Angeles verbracht - Helikopterflüge und Privatlimousine inklusive. McClure kaufte sich einen neuen BMW - angeblich von ihrem Gehalt, doch Johnny Bobbit bezweifelt dies. Der mittlerweile nicht mehr Obdachlose will das ganze Geld ausgezahlt bekommen und verklagt McClure nun.

Die 29-Jährige will Bobbit die restlichen 200.000 Dollar auch geben, wie sie sagt - aber erst, wenn der 35-Jährige einen Drogenentzug hinter sich gebracht hat. Nun muss ein Gericht entscheiden, ob er das Geld bekommt oder nicht.

Kronen Zeitung/krone.at

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