Mi, 19. Dezember 2018

Peinliche Verwechslung

12.07.2018 12:11

Jude in Bonn attackiert: Polizei überwältigt Opfer

Nach der schockierenden Gürtel-Attacke auf einen Juden im April in Berlin ist es am Mittwoch in Deutschland erneut zu einem antisemitischen Übergriff gekommen, gefolgt von einer peinlichen Verwechslung seitens der Polizei: Ein israelischer Universitätsprofessor aus den USA wurde zunächst von einem jungen Deutschen mit palästinensischen Wurzeln angegriffen, ehe er auch noch von den herbeigerufenen Beamten überwältigt und geschlagen wurde.

Der Aggressor (20) wurde nach der Attacke am Mittwoch schließlich festgenommen und in eine psychiatrische Klinik gebracht. Die Polizisten hielten zunächst aber den Professor für den Täter. Als der US-Staatsbürger auf ihre Zurufe nicht reagierte und sich wehrte, wurde er überwältigt und am Boden fixiert. Der Mann bekam dabei auch Schläge ins Gesicht ab. „Ein schreckliches und bedauerliches Missverständnis“, hieß es anschließend aus dem Bonner Polizeipräsidium.

Der Angreifer hatte dem Philosophie-Professor mehrmals die Kippa vom Kopf geschlagen und ihn geschubst. Dabei habe er ihn auf Deutsch und auf Englisch beleidigt und unter anderem gerufen: „Kein Jude in Deutschland!“ Mittlerweile ist der Wissenschaftler aus Deutschland abgereist. Zuvor hat sich noch Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa persönlich bei ihm entschuldigt und eine genaue Untersuchung des Vorgehens der Polizisten angekündigt.

Video aus dem Archiv: Jude in Berlin angegriffen

Gürtel-Attacke auf Israeli in Berlin
Für Aufsehen hatte im April ein Gürtel-Angriff auf einen Kippa tragenden Israeli in Berlin gesorgt - siehe Video oben. Ein junger Mann (19) war deshalb wegen Beleidigung und Körperverletzung schuldig gesprochen worden.

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