Mi, 26. September 2018

Nachbarin gegen Bau:

26.06.2018 10:09

Tauziehen um Kindergarten geht in nächste Runde

Der Streit um den Bau eines Kindergartens in Bad Sauerbrunn ist um eine Facette reicher. Wie in unserer Printausgabe berichtet, wehrt sich eine Anrainerin gegen das Projekt. Sie befürchtet unzumutbare Lärmbelästigung nach der Eröffnung und fordert eine Plexiglaswand als Schutz. Die Gemeinde lehnte ab. Der Fall landete beim Bürgeranwalt.

Das Dilemma begann, als der alte Kindergarten abgerissen werden musste. An derselben Stelle entsteht nun um 4,2 Millionen Euro ein neuer, größerer. Sehr zum Leidwesen von Anrainerin Margit Marfay. Der Standort sei alles andere als ideal. Nicht nur weil eine stark befahrene Straße an dem Gebäude vorbeiführt. Auch fehle es an einem Lärmschutz. Überdies befürchtet Marfay Schäden an ihrem Haus. Die Nachbarin hatte Berufung eingelegt, das Landesverwaltungsgericht wies die Baubewilligung zurück. Daraufhin stellte die für die Errichtung zuständige Oberwarter Siedlungsgenossenschaft erneut ein Bauansuchen. Nach Einholung eines Lärmgutachtens gab der Ortschef als Baubehörde erster Instanz schließlich grünes Licht.

Doch auch gegen den neuen Bescheid wurde berufen. „Obwohl das Verfahren offen ist, wird weitergebaut“, prangert Marfays Anwalt an. Das sei rechtswidrig. Seine Kritik bekräftigte der Jurist vor laufender Kamera in der TV-Sendung „Bürgeranwalt“. Er widersprach auch der Ansicht von Ortschef Gerhard Hutter, dass die Berufung keine aufschiebende Wirkung habe. Hutter verwies indes auf dringenden Handlungsbedarf. Der Kindergarten müsse im Herbst fertig sein.

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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