Mo, 24. September 2018

Stärke von 5,3

18.06.2018 06:34

Mehrere Tote bei starkem Erdbeben in Japan

Ein starkes Erdbeben hat am Montagmorgen den Westen Japans erschüttert - mindestens drei Menschen sollen dabei ums Leben gekommen sein. Darunter befindet sich ein neun Jahre altes Mädchen. Es starb, als eine Wand bei einem Swimmingpool einstürzte. Mindestens 200 Menschen im Raum der Millionenstadt Osaka hätten Verletzungen erlitten, berichtete der japanische Fernsehsender NHK.

Durch die Erschütterung der Stärke 5,3 fiel in mehr als 170.000 Haushalten in Osaka und der Nachbarprovinz Hyogo der Strom aus. In Mehr als 100.000 Haushalten wurde die Gasversorgung unterbrochen. Die Behörden warnten vor tagelangen schweren Nachbeben.

Regierungssprecher Yoshihide Suga sagte, bei dem Beben seien ein Kind und ein Mann ums Leben gekommen. Zudem werde noch ein dritter Toter befürchtet. Nach Polizeiangaben handelt es sich bei dem Kind um ein neunjähriges Mädchen aus der Stadt Takatsuki nördlich von Osaka. Medienberichten zufolge wurde es von einer eingestürzten Wand in seiner Schule eingeklemmt. Wie Radio NHK berichtete, wurde auch der 80 Jahre alte Mann von einer Wand erschlagen. Bei dem befürchteten dritten Todesopfer handelt es sich um einen Mann, der unter seinem Bücherkasten lag.

Eine Warnung vor einem Tsunami wurde nicht ausgegeben. Berichte über Unregelmäßigkeiten in Atomkraftwerken der Region gab es ebenfalls nicht, hieß es. Eine Wasserleitung unter einer Straße platzte, wodurch die Gegend überschwemmt wurde, wie japanische Medien weiter berichteten. Hochgeschwindigkeitszüge wurden gestoppt, auch andere Züge blieben mitten im morgendlichen Berufsverkehr liegen. 

Mehrere Fabriken in der Industrieregion stellten ihre Produktion vorübergehend ein, darunter auch der Elektronikkonzern Panasonic und der Autobauer Toyota.

Ministerpräsident: „Leben retten“ hat Priorität
Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sagte Journalisten, die Priorität der Regierung bestehe darin, „Menschenleben zu retten“. Er habe seine Mitarbeiter angewiesen, „schnell Informationen über Schäden zu sammeln, größte Bemühungen bei der Rettung von Leben zu unternehmen und die Öffentlichkeit schnell und angemessen zu informieren“.

Das Zentrum der Erschütterung in der Früh (Ortszeit) lag in einer Tiefe von rund zehn Kilometern im Norden der gleichnamigen Provinz Osaka. Japan liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo es häufig zu Erdbeben kommt, es ist eines der am stärksten von Erdbeben bedrohten Länder der Welt. Am vergangenen Wochenende hatten zwei Beben geringerer Stärke auch die Tokioter Nachbarprovinzen Gumma und Chiba erschüttert. Im März 2011 hatte ein verheerendes Erdbeben der Stärke 9,0 Japan erschüttert und einen zerstörerischen Tsunami ausgelöst. Tausende Menschen kamen ums Leben, im Atomkraftwerk Fukushima ereignete sich als Folge der Naturkatastrophe das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.