Jetzt hat der Naturschutzbund das „Dialogforum Fischotter“ ins Leben gerufen, um mit den betroffenen Gruppen endlich gemeinsame Lösungen entwickeln zu können. Denn der Fischotter gehöre zum natürlichen Artenbestand, habe ein Existenzrecht, sei streng geschützt und dürfe nicht wieder ausgerottet werden.
„Entfernt man einen Fischotter aus seinem Revier, egal ob durch Abschuss oder Umsiedlung, wandert innerhalb kürzester Zeit ein anderer Fischotter nach“, sagt Ingrid Hagenstein, Fischotter-Projektleiterin des Naturschutzbundes. Zudem kann man die männlichen von den weiblichen Tieren aus der Entfernung nicht unterscheiden. Bei Abschüssen würde also immer die Gefahr bestehen, Weibchen zu töten, die Jungtiere versorgen. In Kärnten sorgt der Marder seit Jahren für Diskussionen. Vor allem die Fischer fordern eine Reduktion, da die Räuber an einem dramatischen Rückgang der Fischbestände verantwortlich seien.
Um endlich vernünftige Lösungen für alle erzielen zu können, hat der Naturschutzbund das „Dialogforum Fischotter“ ins Leben gerufen und Vertreter der betroffenen Gruppen - vom Fischer bis zu den Teichwirten bis hin zu Tierschutz-NGOs und Wissenschaftern - eingeladen.
Tatsache ist, dass es bislang keine fundierten Belege oder Studien gibt, die nachweisen, dass die Zunahme der Fischotterpopulation Arten wie zum Beispiel die Bachforelle oder Äsche in ihrem Fortbestand gefährdet. Wichtig wäre eine regelmäßige bundesweite Erfassung der Otterverbreitung samt Bestandsschätzung in wissenschaftlich anerkannter Weise.
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