Do, 21. Juni 2018

Appell auf Twitter

14.05.2018 06:28

Trump zu Terror in Paris: Europa muss aufwachen!

Nach dem blutigen Terrorakt am Samstagabend in Paris, bei dem ein aus Tschetschenien stammender Islamist im Zentrum der französischen Hauptstadt einen Passanten getötet und vier weitere Menschen zum Teil schwer verletzt hatte, hat sich am Montag US-Präsident Donald Trump via Twitter zu Wort gemeldet. Er sei traurig über die Terrorattacke in Paris. „Irgendwann müssen die Länder (Europas) aufwachen und sehen, was wirklich vor sich geht“, schrieb Trump.

„Diese Art von Krankheit und Hass ist nicht vereinbar mit einem liebevollen, friedlichen und erfolgreichen Land! Unser Denken zum Terror muss sich ändern“, appellierte der US-Präsident in seinem Tweet.

Täter rief mehrmals „Allahu Akbar“
Der 1997 geborene Angreifer Khamzat Azimov hatte am Samstagabend gegen 21 Uhr im zweiten Arrondissement in der Nähe der Pariser Oper, einem beliebten Ausgehviertel, mit einem Messer „wahllos“ auf mehrere Passanten eingestochen. Dabei soll er mehrfach „Gott ist groß“ auf Arabisch gerufen haben, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

Polizisten hätten erst versucht, den Angreifer zu tasern - doch das sei misslungen, berichten französische Medien. „Töte mich oder ich töte dich!“ schreiend sei Azimov schließlich mit zwei Schüssen niedergestreckt worden. 

„Seine Hände waren voller Blut“
Die Zeugen der Bluttat stehen noch unter Schock. Jonathan, ein Kellner eines koreanischen Restaurants, erzählte dem Radiosender Franceinfo: „Ich sehe ihn wieder durch die Straße laufen, die Hände voller Blut, mit seinem Messer in der Hand.“

Mehr als 240 Terror-Tote in rund zwei Jahren
In ganz Frankreich sind seit Anfang 2015 mehr als 240 Menschen bei islamistischen Terroranschlägen ums Leben gekommen. Vor allem die folgenden Attacken haben das Land erschüttert:

7. Jänner 2015: Beim Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und weiteren Angriffen sterben in Paris 17 Menschen. Polizisten erschießen die drei islamistischen Täter.

26. Juni 2015: Ein Islamist will in einem Industriegas-Werk bei Lyon eine Explosion herbeiführen, wird aber überwältigt. Er hatte zuvor seinen Chef enthauptet.

21. August 2015: Im Schnellzug von Brüssel nach Paris scheitert ein Anschlag. Fahrgäste überwältigen einen Attentäter mit Schnellfeuergewehr.

13. November 2015: Bei einer Attentatsserie in Paris töten Extremisten 130 Menschen - unter anderem in der Konzerthalle Bataclan. Beim Fußball-Länderspiel Frankreich-Deutschland sprengen sich am Stade de France drei Attentäter in die Luft. Die Terrormiliz Islamischer Staat bekennt sich dazu.

14. Juli 2016: Am französischen Nationalfeiertag rast ein IS-Unterstützer in Nizza mit einem Lastwagen in die Menschenmenge. Mindestens 86 Menschen sterben, Hunderte werden verletzt.

26. Juli 2016: In Saint-Etienne-du-Rouvray nahe Rouen nehmen zwei Terroristen in einer Kirche Geiseln und töten den Priester. Polizisten erschießen sie, der IS reklamiert die Tat für sich.

3. Februar 2017: Mit Macheten greift ein Mann in der Nähe des Pariser Louvre-Museums Soldaten an, die ihn niederschießen.

18. März 2017: Auf dem Pariser Flughafen Orly versucht ein Mann, einer Soldatin das Gewehr zu entreißen. Andere Soldaten der Militärpatrouille erschießen ihn.

20. April 2017: Mitten in Paris feuert kurz vor der Präsidentenwahl ein Attentäter auf einen Mannschaftswagen der Polizei. Ein Polizist stirbt, andere erschießen den Angreifer.

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