Diebstahl & Betrug

Mehr Sicherheit für deine Finanzen

Wirtschaft
20.11.2009 10:34
Betrug mit der Bankomatkarte, gestohlene Sparbücher, abhanden gekommene TAN-Listen fürs Netbanking – die Liste der Gefahren für dein Geld ließe sich wohl noch endlos verlängern. Mit einigen einfachen Tipps kannst du die Wahrscheinlichkeit eines Schadens aber deutlich verringern oder zumindest den Ernstfall weniger dramatisch werden lassen.

Gefahrenzone Konto
Rund ums Konto ergeben sich verschiedene Gefahrenbereiche. Der augenscheinlichste ist der falsche Umgang mit deiner Bankomat- bzw. Kreditkarte. Du solltest deinen PIN-Code nirgendwo notiert haben, am allerwenigsten in der Geldbörse direkt. Kannst du dir deinen Code nicht merken, dann speichere diese unter einem falschen Namen in deinem Handy als Teil einer Telefonnummer ein. Auch bei Zahlungen in Geschäften oder bei Bankomatbehebungen solltest du das Eingabefeld mit der freien Hand bzw. der Geldbörse abdecken. Achte weiters darauf, niemals Belege mit deiner Unterschrift irgendwo liegen zu lassen, um zu verhindern, dass diese eventuell für Schalterbehebungen gefälscht wird. 

Dasselbe gilt für den Bereich Online-Banking. Die Systeme der Banken sind grundsätzlich sicher – allerdings können diese immer nur so sicher sein wie dein Umgang mit deinen Zugangsdaten. Auch hier gilt: Wenn du deine Verfügerdaten aufbewahren möchtest, dann tu dies nur in verschlüsselter Form und verwahre diese sehr sorgfältig. Gib diese Daten niemals weiter, auch dann nicht, wenn du scheinbar von deiner Bank dazu aufgefordert wirst. Dasselbe gilt für TAN-Listen. Auch diese solltest du sehr sorgfältig und jedenfalls getrennt von anderen Bank- bzw. Finanzunterlagen aufbewahren. Kommen diese Unterlagen in falsche Hände, solltest du deine Bank sofort davon in Kenntnis setzen, um diese zu sperren und neue Zugangsdaten bzw. TANs anzufordern. Details zum Thema Phishing findest du in der Infobox.

Gefahrenzone Sparbuch
Sparbücher müssen entweder durch Losungswort oder durch Legitimation des Eigentümers gesichert sein. Damit sind Einlagen auf Sparbüchern grundsätzlich vor Betrügereien relativ sicher. Jedoch wiederum nur so sicher wie dein Umgang damit. Du solltest eine Liste mit deinen Sparbuchnummern anfertigen, damit du für den Fall des Abhandenkommens zumindest die Daten des Sparbuchs noch kennst. Weiters solltest du dir den ungefähren Einlagestand notieren. Keinesfalls dürfen Listen mit Losungswörtern angefertigt werden, die im Falle des Diebstahls den Zugriff zu den Sparbüchern ermöglichen würden.

Optimalerweise hast du ein „Versteck“ für deine Sparbücher, besser ist es jedoch, ein Bankschließfach in Anspruch zu nehmen. Die Schließfächer sind versichert und nur zu Banköffnungszeiten zugänglich – und das nur gegen Ausweisleistung. Der Vorteil: Du kannst auch weitere Wertsachen wie Schmuck oder wichtige Unterlagen wie etwa Versicherungspolizzen darin unterbringen, ohne Angst zu haben, dass diese bei einem Einbruch abhanden kommen. Speziell bei Sparbüchern ist es so, dass diese in den wenigsten Fällen wirklich zu Geld gemacht werden können, allerdings hast du die Mühe (und die Kosten), diese über den Gerichtsweg wieder flüssig zu machen.

Gefahrenzone Wertpapiere
Auch wenn sie normalerweise mit Spekulation verbunden werden, in  Zusammenhang mit Betrug sind Wertpapiere sehr sicher. Da sie sich auf einem Depot befinden, kann ein Dieb mit den Depotdaten alleine nichts anfangen. Besitzt du Wertpapiere in physischer Form, solltest du diese in einem Banksafe verwahren.

Gefahrenzone Versicherungspolizzen
Auch Versicherungspolizzen sind in Zusammenhang mit Diebstahl oder Betrug nicht sehr gefährdet. Alleine durch die Innehabung der Polizze entsteht in den meisten Fällen kein Leistungsanspruch, bis auf eine Ausnahme: Hast du eine Lebensversicherung abgeschlossen und den Bezugsberechtigten im Ablebensfall als „Überbringer der Polizze“ angegeben, dann lebst du theoretisch gefährlich – denn im Ablebensfall kann derjenige, der die Polizze an sich genommen hat, die Leistung beziehen. Auch bei Versicherungspolizzen solltest du ein eigenes Verzeichnis mit Gesellschaft, versicherter Sparte und Polizzennummer getrennt von den Verträgen verwahren, um den Überblick zu behalten und auch bei abhanden gekommener Polizze einen Leistungsanspruch nachweisen zu können.

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