So, 22. Juli 2018

Neues „SpaceShipTwo“

06.04.2018 15:22

Bransons Raumgleiter absolviert erfolgreichen Test

Knapp dreieinhalb Jahre nach dem Absturz des Raumgleiters „SpaceShipTwo“ von Richard Bransons privatem Luftfahrtunternehmen Virgin Galactic, bei dem am 31. Oktober 2014 ein Pilot ums Leben gekommen ist, hat das Nachfolgemodell am Donnerstag wieder einen Testflug mit laufenden Raketenmotoren absolviert. Die „VSS Unity“ wurde in rund 15 Kilometer Höhe vom Trägerflugzeug „Eve“ abgekoppelt, startet für 30 Sekunden ihr Triebwerk und kehrte anschließend im Gleitflug zur Erde zurück.

Dank des Raketenantriebs brachte es die „VSS Unity“, die äußerlich stark ihrem Vorgänger „SpaceShipTwo“ ähnelt, auf Überschallgeschwindigkeit und erreichte eine Endhöhe von über 25 Kilometern. Dann kehrte der Raumgleiter, der von zwei Piloten gesteuert wurde, im Gleitflug zur Erde zurück und landete am Ausgangsflughafen (Bild unten) in der Mojave-Wüste in Kalifornien. Bei Virgin Galactic war man stolz - auf einen „wichtigen Schritt nach vorn“, wie es in einer Pressemitteilung hieß.

Kurzer Flug ins All für 250.000 US-Dollar
Virgin Galactic will in Zukunft zahlungskräftige Kunden ins All fliegen und die Erde aus rund hundert Kilometern Entfernung besichtigen lassen. Trotz des stolzen Preises von etwa 250.000 Dollar (umgerechnet rund 204.000 Euro) für einen Flug, haben sich laut Angaben des Unternehmens bereits mehr als 600 Menschen auf der Warteliste eintragen lassen, darunter Prominente wie der kanadischen Sänger Justin Bieber oder US-Schauspieler wie Tom Hanks, Leonardo DiCaprio und Ashton Kutcher. 

Raumgleiter bietet Platz für acht Personen
Die 18 Meter lange „VSS Unity“ bietet zwei Piloten und sechs Passagieren Platz. Der Raumgleiter soll bei den geplanten Weltraumflügen mit Raketenantrieb auf rund 100 Kilometer Höhe steigen. Die Passagiere sind dann einige Minuten schwerelos.  Branson selbst will noch heuer mit der „VSS Unity“ ins All fliegen.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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