Gut vorbereitet ins Mitarbeitergespräch
Du kannst davon ausgehen, dass sich dein Vorgesetzter auf das Gespräch mit dir vorbereitet. Er wird dir Feedback geben, das heißt, er überlegt sich im Vorfeld, was im vergangenen Jahr gut gelaufen ist, was verbesserungswürdig ist und welche Pläne er für dich hat. Und genau das solltest du für dich auch machen. Womit bist du zufrieden, was würdest du gerne ändern und was sind deine persönlichen Ziele für deinen Job? Damit bist du gut gerüstet und dein Chef sieht, dass du dich mit deiner Arbeit auseinandersetzt.
Bitte nach oben!
Das Mitarbeitergespräch ist der ideale Anknüpfungspunkt für eine bevorstehende Gehaltsverhandlung oder Beförderung. Du musst dich nur richtig verkaufen. Denn oft bekommt dein Vorgesetzter nur relativ wenig von deinen wahren Leistungen mit. Schreibe dir zusammen, was im vergangenen Jahr gut gelaufen ist, was waren deine persönlichen Höhepunkte, worauf bist du stolz? Und: Wo willst du hin? Welche Karriereambitionen hast du? Was brauchst du, um in deinem gegenwärtigen Job besser zu werden? Versuche auch, die Gegenargumente deines Chefs auszumachen und dir passende Antworten zu überlegen. Je durchdachter dein Vorgehen und deine Ziele, desto größer die Erfolgsaussichten.
Ebenso kannst du in einem Mitarbeitergespräch auf ungelöste Problembereiche hinweisen: Du erkennst beispielsweise, dass gewisse Arbeitsweisen eher hinderlich als förderlich sind, oder hast Probleme mit einem Kollegen. Dann kannst du diese Punkte vorbringen. Wieder gilt: Nicht als Kritik formulieren, sondern neutral halten - daher keine Schuldzuweisungen, sondern besser ein "Mir ist aufgefallen, dass..." gleich mit einem Verbesserungsvorschlag kombinieren. So sieht dein Chef, dass du nicht nur meckern kannst, sondern dir auch Gedanken machst. Auch das ist in Hinblick auf weitere Karrierepläne förderlich.
Ende des Gesprächs
Am Schluss des Mitarbeitergesprächs sollte eine Zielvereinbarung stehen. Es wird schriftlich festgehalten, welche Schritte innerhalb von welchem Zeitraum eingeleitet werden. Das fühlt sich im ersten Moment merkwürdig an, weil du und dein Chef eine Verpflichtung eingehen. Genau das ist aber der Vorteil: Du hast schwarz auf weiß, was du tun musst, um dein Ziel zu erreichen, und kannst deinen Chef auch darauf aufmerksam machen, wenn du die Kriterien erreicht hast, die notwendig waren, um befördert zu werden.
Richtige Haltung
Wichtig ist, dass du vom Kopf her mit der richtigen Ausrichtung in das Gespräch gehst. Wenn das Gespräch richtig ausgeführt wird, dann geht es nicht darum, Kritik an deiner Person zu üben, sondern die Zusammenarbeit zu verbessern. Das bedeutet: Gehst du mit der Einstellung in das Gespräch, alle Kritikpunkte negativ aufzufassen und dich zu verteidigen, dann wird das Gespräch unter keinem guten Stern stehen. Gehst du allerdings offen in die Feedbackrunde, dann hast du gute Chancen, gemeinsam mit deinem Vorgesetzten etwas für dich herauszuholen.









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