Mo, 25. Juni 2018

Drogenopfer

05.04.2018 16:04

Tot in Wohnung: Polizisten entdeckten Leiche

Wegen einer Einvernahme wollte die Polizei zu einem Krumpendorfer, doch die Beamten konnten den 38-Jährigen nur noch tot in seiner Wohnung auffinden. Der in der Szene Bekannte hatte laut Obduktion einen Mix aus verschiedenen Suchtmitteln im Körper. In Kärnten sind somit heuer bereits vier Drogentote zu beklagen.

„Eigentlich waren die Kollegen am 22. März auf dem Weg zu dem Mann, um ihn wegen einer Sache zu vernehmen. Doch in der Wohnung entdeckten sie den Toten“, schildert Karl Schnitzer vom Landeskriminalamt: „Er war kein Unbekannter in der Szene.“ Die von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angeordnete Obduktion bestätigte den Verdacht, dass der Mann aufgrund einer Suchtgiftintoxikation, sprich einer Überdosis, verstorben sein könnte.

Welche Suchtmittel das Opfer genommen hatte, kann laut Polizei erst nach der Erstellung eines toxikologischen Gutachtens beurteilt werden. „Jeder Drogentod ist ein Individualfall.  Es gibt keine Tendenzen, dass etwa eine neue Droge den Markt überschwemmt“, so Schnitzer. „Einmal ist die Einnahme aus einem Mix von suchtmittelhältigen Medikamenten in Verbindung mit Alkohol als Todesursache festzustellen, im nächsten Fall ist es reines Suchtgift.“

Zwölf Drogentote waren in Kärnten im Vorjahr zu beklagen. Erst am vergangenem Wochenende verstarb ein Italiener (36) in einer Klagenfurter Wohnung an den Folgen seines Drogenkonsums - an einer Hirnschwellung und einem Lungenödem. Auch ein 24-jähriger Wolfsberger und ein 30-jähriger Klagenfurter mussten ihr Leben heuer wegen ihrer Sucht lassen.Christian Spitzer  

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