Neue-Grippe-Alarm

27 Verdachtsfälle, Schule in Osttirol geschlossen

Kärnten
28.10.2009 08:53
Die vielen Neue-Grippe-Fälle an der Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Lienz sorgen österreichweit für Aufsehen. Bis inklusive 3. November bleibt die Schule nun geschlossen. Mit dieser Vorsichtsmaßnahme wolle man Unruhe und weitere Ansteckungen vermeiden. Bisher liegen drei bestätigte Erkrankungen vor, betroffen sind zwei Schüler sowie ein Angestellter des Küchenpersonals. Möchtest du dich gegen die Neue Grippe impfen lassen? Stimm ab in der Infobox!

Gleich 26 Schüler kamen am Dienstag nicht zum Unterricht. Neben den drei bestätigten Fällen zeigen sie ebenfalls zur A(H1N1)-Influenza passende Symptome wie Durchfall, Übelkeit, Husten, Gliederschmerzen und hohes Fieber. Sie werden noch auf eine Infektion getestet, befinden sich allerdings bereits in Heimbehandlung und Quarantäne.

An alle Schüler wurden am Dienstag Informationsblätter zu Krankheitsverlauf und Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung verteilt. Zudem wurde erneut empfohlen, dass sich neben den Schülern auch das Schulpersonal und pflegende Angehörige impfen lassen sollen. Bis jetzt habe es kaum Anrufe und besondere Anfragen besorgter Eltern gegeben.

Eine Desinfektion des Schulgebäudes sei nicht notwendig, dennoch wurde die Schließung der Schule beschlossen, da eine Verbreitung der Neuen Grippe durch die Erkrankung des Küchenbediensteten nicht auf einzelne Klassen eingeschränkt werden konnte. Der Angestellte habe das Virus theoretisch an der ganzen Schule verbreiten können. Außerdem gebe es ein Internat. Dadurch hätten Schüler unterschiedlicher Altersgruppen ständigen Kontakt.
 
Insgesamt werden an der Einrichtung 286 Schüler betreut. Angehörige und Schüler könnten sich noch im Laufe der Woche impfen lassen, hieß es bei der Pressekonferenz.

Impfbeginn in Kärnten am 2. November
Noch nicht gestartet sind die Immunisierungen in Kärnten. Der Impfbeginn für das Gesundheitspersonal erfolgt am 2. November, voraussichtlich ab 9. November wird die Arznei unter chronisch Kranken und Schwangeren verteilt. Eine besondere Behörden-Empfehlung für Eltern, auch ihren Nachwuchs impfen zu lassen, gibt es nicht.

Generell rechnet man in Kärnten damit, dass sich etwa ein Drittel des Gesundheitspersonals impfen lassen möchte. Wobei: Einzelne kleine Krankenanstalten winken schon ab, dort gebe es so wenige Interessenten, dass sie auf den Impfstoff verzichten und die Impfwilligen an die nächste Bezirksstadt verweisen werden, so die Landessanitätsdirektion.

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