Die Gesamtweltcupsiegerin des Winters 2006/07 wurde nach ärztlicher Erstversorgung mit dem ÖAMTC-Rettungshubschrauber nach Innsbruck geflogen und zu Untersuchungen, sowie der sofort erfolgten Operation in die Privatklinik Hochrum gebracht.
"Es hat nicht so wild ausgesehen"
Auf den TV-Bildern hatte der Sturz nicht so schlimm gewirkt, Hosp war auf dem Innenski ausgerutscht und hatte sich anschließend gedreht. "Es hat nicht so wild ausgesehen", meinte Konditionstrainer Roland Brunner, der das Rennen im Zielraum mitverfolgte, noch vor der Diagnose. Auch Hosp selbst war noch zuversichtlich: Laut Information von Cheftrainer Herbert Mandl habe Hosp im Knie "keinen Schnalzer" gehört.
Kurz vor dem Abtransport schildert sie: "Ich bin auf den Rücken gefallen und hab' mir dabei das Knie verdreht. Danach habe ich einen stechenden Schmerz gespürt."
Schwerer Sturz bereits im Jänner
Am 4. Jänner diesen Jahres hatte sich Hosp beim Einfahren für den Weltcup-Slalom in Zagreb bei einem Sturz einen Riss des inneren Seitenbandes, einen Einriss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie und eine Impressionsfraktur des Schienbeinkopfes zugezogen. Ihr Comeback gab die hart und zielstrebig arbeitende Riesentorlauf-Weltmeisterin von 2007 zur Überraschung vieler bereits wieder am 12. Februar bei den Weltmeisterschaften in Val d'Isere mit einem 23. Platz im Riesentorlauf.
Das folgende Sommer- und Herbsttraining war für die 25-Jährige nach Wunsch verlaufen. "Gas geben, schauen, dass man auf die Erfolgswelle raufhüpft und da bis Ende März oben bleibt. Das ist das Wichtigste", lautete ihr Plan für den Olympia-Winter.
Operation gut verlaufen
Noch vor vier Uhr trafen die ersten Meldungen aus der Klinik ein. Die Operation der Tiroler Weltklasse-Läuferin ist gut verlaufen. "Das gerissene vordere Kreuzband wurde in einer einstündigen Operation wieder hergestellt", erklärte der behandelnde Arzt Dr. Christian Fink.
Trotz des hervorragenden Operationsverlaufs, hatten sich die schlimmsten Befürchtungen von Niki Hosp doch noch bewahrheitet: "Die Saison ist zu Ende", erklärte Dr. Fink nach dem Eingriff.
Poutiainen siegt, Zettel wird Zweite
Den ersten Riesentorlauf der Damen hat die Finnin Tanja Poutiainen gewonnen, Kathrin Zettel wurde Zweite (siehe Infobox).









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