Laut Staatsanwaltschaft hatten die drei in Villach lebenden Tschetschenen im Zeitraum von April bis Juli 2009 in verschiedenen Konstellationen - auch mit Hilfe eines noch nicht strafmündigen Burschen - einige ihrer Mitschüler bedroht und mit Schlägen und Tritten gezwungen, ihnen Geld zu geben. Dabei erbeuteten sie einmal fünf Euro, ein weiteres Mal 3,80 Euro, um sich eigener Aussage zufolge "Essen und Trinken zu kaufen".
"Habe Scheiße gebaut!"
Mit Drohungen wie "dann bist dran" wollten die Angeklagten ihre Mitschüler daran hindern, die Vorfälle ihren Eltern zu erzählen. Dem 15-jährigen Erstangeklagten wurde außerdem noch ein Fahrraddiebstahl angelastet. Er hätte keines gehabt und musste irgendwie nach Hause kommen, war seine Erklärung dafür. "Es tut mir leid", beteuerte er, auch sein gleichaltriger Kumpan schloss sich mit "ich sehe ein, dass ich Scheiße gebaut habe", an.
Die drei Jugendlichen leben schon seit mehreren Jahren in Österreich, sie verfügen über einen positiven Asylstatus. Die Familie des Erstangeklagten steht unter intensiver Betreuung, er hat auch einen Einzelbetreuer - sein Vater ist im Tschetschenienkrieg verschollen. Aus diesem Grund sah der Richter bei ihm von einem Bewährungshelfer ab, die beiden anderen müssen jedoch Bewährungshilfe in Anspruch nehmen.









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