Justiz ohne Gnade

Erste Todesstrafe nach Protesten im Iran verhängt

Ausland
09.10.2009 10:14
Im Iran ist nach Angaben von Reformern die erste Todesstrafe gegen einen Teilnahmer der Anti-Regierungs-Proteste im Juni verhängt worden. Wie die von Reformern betriebene Website Mowjcamp.com am Donnerstag ohne Angabe einer Quelle berichtete, wurde Mohammed-Reza Al-Zamani von einem Richter über das Urteil informiert. Al-Zamani sei Mitglied einer pro-monarchistischen Gruppe.

Die Behörden nahmen zu dem Bericht nicht Stellung. Im August hatte die halbamtliche Nachrichtenagentur Mehr gemeldet, Al-Zamani sei unter anderem wegen Auflehnung gegen das islamische Staatssystem und Mitgliedschaft in einer terroristischen Gruppe angeklagt. Im Iran können zum Tode Verurteilte gegen das Urteil Berufung einlegen.

Nach der Präsidentenwahl waren die schwersten Unruhen seit der Islamischen Revolution 1979 ausgebrochen. Mehrere Menschen kamen ums Leben. Die Regierung wies Vorwürfe der Wahlfälschung zurück und ging hart gegen die Demonstranten vor. Mehr als 100 Anhänger der Opposition befinden sich noch in Haft.

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