Nach Rede-Eklats

Chavez überrascht bei UN-Rede mit Freundlichkeit

Ausland
25.09.2009 07:08
Nach den Eklats bei Gaddafi und Ahmadinejad hat sich zumindest ein weiterer Chaos-Kandidat in seiner Rede vor der UN-Versammlung zurückgehalten: Venezuelas Präsident Hugo Chávez zeigte sich am Donnerstagabend versöhnlich und hat sogar seine Kritik an den USA etwas zurückgeschraubt. Ganz anders als bei seinem letzten Auftritt bei den UN 2006, als er zürnte, es rieche nach Schwefel und daraufhin den damaligen US-Präsidenten George W. Bush als "Teufel" bezeichnete. Dessen Nachfolger Barack Obama kam am Donnerstag ungleich besser weg: "Es riecht nicht nach Schwefel. Es ist weg. Es riecht nach etwas anderem. Es riecht nach Hoffnung", sagte Chávez.

In seiner 57 Minuten langen Rede erwähnte der linksgerichtete Präsident seinen Freund, den früheren kubanischen Staatschef Fidel Castro, allerdings deutlich häufiger als Obama. Den Kapitalismus geißelte Chávez in scharfen Worten, zudem forderte er ein Ende des Imperialismus - womit er in der Regel die USA verbindet. 

Obama warf er vor, viele schöne Versprechungen zu machen, diese jedoch nicht umzusetzen. Doch allzu hart wollte er den neuen Mann in Washington nicht angehen. "Ich will ihn nicht persönlich angreifen", sagte er später auf einer Pressekonferenz.

"Kommen Sie rüber auf die Achse des Bösen"
Obama hatte ihm bei einem Gipfeltreffen der Amerikanischen Staaten im April die Hand geschüttelt. Chávez sagte später, es gebe eine Chemie zwischen den beiden. In der Tat scheint der Venezolaner sogar die Hoffnung zu hegen, Obama vielleicht überzeugen zu können. "Kommen Sie auf die Seite der Sozialisten. Kommen Sie rüber auf die Achse des Bösen", sagte er leicht ironisch unter Anspielung auf den von der Regierung Bush geprägten Ausdruck.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
25.09.2009 07:08
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung