Nach Rede-Eklats
Chavez überrascht bei UN-Rede mit Freundlichkeit
In seiner 57 Minuten langen Rede erwähnte der linksgerichtete Präsident seinen Freund, den früheren kubanischen Staatschef Fidel Castro, allerdings deutlich häufiger als Obama. Den Kapitalismus geißelte Chávez in scharfen Worten, zudem forderte er ein Ende des Imperialismus - womit er in der Regel die USA verbindet.
Obama warf er vor, viele schöne Versprechungen zu machen, diese jedoch nicht umzusetzen. Doch allzu hart wollte er den neuen Mann in Washington nicht angehen. "Ich will ihn nicht persönlich angreifen", sagte er später auf einer Pressekonferenz.
"Kommen Sie rüber auf die Achse des Bösen"
Obama hatte ihm bei einem Gipfeltreffen der Amerikanischen Staaten im April die Hand geschüttelt. Chávez sagte später, es gebe eine Chemie zwischen den beiden. In der Tat scheint der Venezolaner sogar die Hoffnung zu hegen, Obama vielleicht überzeugen zu können. "Kommen Sie auf die Seite der Sozialisten. Kommen Sie rüber auf die Achse des Bösen", sagte er leicht ironisch unter Anspielung auf den von der Regierung Bush geprägten Ausdruck.
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