Bei 23 Rettungseinsätzen haben Polizeiboote im Vorjahr auf dem Neusiedler See 15 Personen unverletzt geborgen. Auch heuer mussten die Besatzungen der Polizeiinspektionen Mörbisch, Neusiedl und Podersdorf bereits mehrfach zur Hilfeleistung ausrücken.
Geringe Tiefe des Sees trügt
Denn trotz seiner geringen Tiefe berge der Neusiedler See viele Gefahren, so der stellvertretende Landespolizeikommandant Brigadier Werner Fasching beim Festakt anlässlich der Übergabe des Bootes an die Grenzpolizeiinspektion Mörbisch.
Polizisten setzen oft Leben aufs Spiel
Viele Freizeitsportler würden das Abenteuer suchen, manche unterschätzten dabei die Gefahren des Sees. Der Seedienst habe zwar manchmal auch angenehme Seiten, doch oft müssten Kollegen bei Rettungs- und Bergungsaktionen auch ihr Leben aufs Spiel setzen, so Fasching.
"Dienstjahr" dauert bis "zum ersten Eis"
Werner Bugnar, Kommandant der Polizeiinspektion Purbach, ist seit 1974 im Seedienst. Täglich stehe eines der Polizeiboote zum sofortigen Einsatz bereit. Der Dienst am Wasser beginne jedes Jahr meist etwa 14 Tage vor Ostern und dauert "bis zum ersten Eis".
Heuer bereits drei Tote am See
Heuer waren am Neusiedler See bereits drei Todesopfer zu beklagen: So ertrank ein Mann beim Baden in Illmitz, ein 46-jähriger Surfer konnte nur mehr tot geborgen werden und in Mörbisch ertrank ein 20-jähriger Ungar nach einer Firmenfeier.
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