Mindestens 49 Tote
Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert Indonesien
Das Beben ereignete sich gegen 14.55 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von 50 Kilometern vor der Südküste Javas, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte. Das Epizentrum lag demzufolge in der Nähe von Tasikmalaya, rund 160 Kilometer von Jakarta entfernt. Die Hälfte der rund 235 Millionen Indonesier lebt auf Java.
Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Antara wurden in Westjava nach dem Beben viele Häuser von einem Erdrutsch verschüttet. Rund 30 Menschen im Ort Rawa Hideung galten als vermisst. Aus drei Bezirken meldeten die Behörden zahlreiche Verletzte.
"Wir sind alle in Panik rausgerannt"
"Das Erdbeben hat alles in meinem Haus eine Minute lang sehr stark durchgeschüttelt", sagte Heni Maryani, der in der Stadt Sukabumi lebt. "Ich habe meine Kinder gepackt und bin hinaus gerannt. Ich habe Leute in Panik gesehen, schreiende Frauen und weinende Kinder." Ein Universitätsdozent aus Tasikmalaya sagte, er habe noch nie so ein starkes Erdbeben erlebt. "Wir sind alle in Panik rausgerannt", sagte Muharram Ardan.
Die indonesische Inselgruppe liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone. Im Dezember 2004 hatte ein gewaltiges Seebeben einen Tsunami verursacht, der in mehreren asiatischen und afrikanischen Ländern rund 230.000 Menschen das Leben kostete.
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