Mindestens 49 Tote

Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert Indonesien

Ausland
02.09.2009 15:52
Bei einem schweren Erdbeben in Indonesien sind am Mittwoch mindestens 49 Menschen getötet worden. Über 400 Menschen wurden verletzt, Dutzende weitere werden vermisst, wie ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde erklärte. Das Beben der Stärke 7,0 erschütterte die Insel Java und brachte Hochhäuser in der Hauptstadt Jakarta ins Wanken, wo Tausende Menschen in Panik ins Freie liefen. Ein Tsunami-Alarm wurde nach einer Stunde aufgehoben.

Das Beben ereignete sich gegen 14.55 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von 50 Kilometern vor der Südküste Javas, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte. Das Epizentrum lag demzufolge in der Nähe von Tasikmalaya, rund 160 Kilometer von Jakarta entfernt. Die Hälfte der rund 235 Millionen Indonesier lebt auf Java.

Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Antara wurden in Westjava nach dem Beben viele Häuser von einem Erdrutsch verschüttet. Rund 30 Menschen im Ort Rawa Hideung galten als vermisst. Aus drei Bezirken meldeten die Behörden zahlreiche Verletzte.

"Wir sind alle in Panik rausgerannt"
"Das Erdbeben hat alles in meinem Haus eine Minute lang sehr stark durchgeschüttelt", sagte Heni Maryani, der in der Stadt Sukabumi lebt. "Ich habe meine Kinder gepackt und bin hinaus gerannt. Ich habe Leute in Panik gesehen, schreiende Frauen und weinende Kinder." Ein Universitätsdozent aus Tasikmalaya sagte, er habe noch nie so ein starkes Erdbeben erlebt. "Wir sind alle in Panik rausgerannt", sagte Muharram Ardan.

Die indonesische Inselgruppe liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone. Im Dezember 2004 hatte ein gewaltiges Seebeben einen Tsunami verursacht, der in mehreren asiatischen und afrikanischen Ländern rund 230.000 Menschen das Leben kostete.

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