Der Seezugang ist aus Wasserschutzgründen streng limitiert. Mehr als 340 private Motorboot-Lizenzen werden vom Land Kärnten zwischen Klagenfurt und Velden nicht genehmigt. Wer also eine der begehrten Zulassungen hat, hält sie gut fest oder verlangt ein Vermögen dafür.
"Immer noch eine Top-Aktie"
Von kolportierten 300.000 Euro soll der Preis jetzt auf 170.000 bis 250.000 Euro gesunken sein. „Mit gut minus 20 Prozent ist es aber immer noch eine Top-Aktie“, meint Werftbesitzer Wolfgang Schmalzl, der durch den Großbrand (siehe Fotos in der Infobox) selbst eine Krise durchlebt. Aber zumindest bei ihm geht's aufwärts: „Die Versicherung hat die vier Millionen Euro Schaden gedeckt. Jetzt arbeiten wir mit der Gemeinde dran, dass wir die Werft wieder aufbauen.“ Bis 2010 soll's fertig sein – noch schöner und größer: „Mit 25 Jobs sollen's sogar um fünf mehr werden als vorher.“
Boote bleiben am Wörthersee begehrt. Wenngleich viele vom Motor- aufs Elektrogefährt umsteigen. Schmalzl: „E-Boote sind eine gute Alternative. Man erspart sich auch den Kampf um die Lizenzen.“
Kaum noch freie Ecken
Dass der See nun von Strom-Schinackeln überschwemmt wird, glaubt der Experte nicht: „Das Land kann das gut regulieren, wenn es keine neuen Liegeplätze mehr zulässt.“ Denn jeder Bootsherr braucht einen Steg und eine Steckdose – und da gibt es jetzt schon kaum noch freie Ecken.
von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
Symbolbild
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.