Glück im Unglück
Kreuzfahrtschiff wegen Brandes evakuiert
Nachdem die Besatzung der "Zenith" am Nachmittag Feueralarm geschlagen hatte, wurden die meisten der noch an Bord verbliebenen Menschen in Sicherheit gebracht, wie die Polizei mitteilte. Einige Crew-Mitglieder blieben jedoch zurück und unterstützten die Feuerwehr beim Löschen. Durch das Feuer sei viel Rauch entstanden, wodurch zwei Besatzungsmitglieder eine Rauchgasvergiftung davongetragen hätten. Nach Feuerwehrangaben sollte die "Zenith" aber wie geplant noch am Dienstag Richtung Tallinn ablegen.
Nur wenige Passagiere an Bord
Die meisten Fahrgäste befanden sich nicht mehr an Bord, sondern waren in der schwedischen Hauptstadt unterwegs, als das Feuer ausbrach. Die Reisenden stammen nach Feuerwehrangaben überwiegend aus Spanien und befanden sich auf einer Kreuzfahrt von Kopenhagen nach Helsinki. Gegen 16 Uhr war der Brand endgültig gelöscht. Ursache für das Unglück könnten nach ersten Ermittlungen Schweißarbeiten im vorderen Teil des Schiffes auf Deck drei der insgesamt neun Decks gewesen sein.
Mehrere Missgeschicke in der Vergangenheit
Das 208 Meter lange Schiff wurde 1992 von der Meyer-Werft in Papenburg gebaut. Derzeit wird es von der spanischen Reederei Pullmantur betrieben. Bereits in der Vergangenheit soll es kleinere Zwischenfälle gegeben haben. Die schwedische Zeitung "Aftonbladet" berichtete, dass die "Zenith" im Mai vor Kopenhagen auf Grund gelaufen sei und im vergangenen Jahr in Griechenland bei einem Anlegemanöver ein Fischereiboot gerammt hatte.
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