Selbstmotivation

Mehr Zufriedenheit im Job – so geht’s

Wirtschaft
08.09.2009 10:36
Du arbeitest tagein, tagaus vor dich hin. Du beherrschst dein Handwerk, somit weißt du blind, was zu tun ist. Angenehme Routine einerseits. Doch wenn diese Routine in Monotonie abgleitet, dann schwindet auch schnell deine Jobzufriedenheit. Und wenn dein Vorgesetzter nie ein lobendes Wort für dich übrig hat, du also keine Bestätigung für deine Arbeit bekommst, dann musst du selbst aktiv werden und zusehen, wie du zu mehr Zufriedenheit kommst.

Für viele Menschen ist ihr Job einfach nur eine Tätigkeit, die man verrichtet, um zu Geld zu kommen. Ob die Arbeit Spaß macht, ist dabei Nebensache. Doch warum kann eine Notwendigkeit nicht auch interessant sein? Wenn dein Job für dich nur eine Pflichterfüllung ist, dann bedeutet das auch, dass ein großer Bereich deines Lebens dir keine Freude bereitet. Und das ist doch irgendwie schade, oder? Dabei kann es oft recht einfach sein, dein Arbeitsleben zu bereichern und somit auch dein Leben als Arbeitnehmer aufzuwerten. Denn kleine Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten helfen dabei, mehr Würze in deinen Job zu bringen und dir zu mehr Zufriedenheit zu verhelfen. 

Ein Lächeln wirkt Wunder
Man kann einen langweiligen Job mit fader Miene erledigen, man kann aber auch mit Freude und Begeisterung zur Sache gehen. Denn jeder Job ist wichtig. Mach dir selbst klar, warum deine Tätigkeit wichtig ist. Wem hilfst du damit? Was wäre die Konsequenz, würdest du diese Arbeit nicht verrichten? Und dann gehe mit Begeisterung ans Werk. Lächle und sei fröhlich. So verbreitest du positive Stimmung und bist selbst gut gelaunt. Die positive Energie eines Lächelns macht deinen Arbeitstag gleich um einiges erträglicher. 

Ein Beispiel: Die Arbeit als Verkäufer bzw. Verkäuferin in einem Supermarkt ist wahrscheinlich nicht unbedingt die angenehmste Tätigkeit, die man sich vorstellen kann: Den ganzen Tag auf den Beinen zu sein, um nörgelnde, unfreundliche Kunden zu bedienen. Wenn man jedoch mit Begeisterung bei der Sache ist, seinen Kunden ein nettes Wort schenkt, lächelt und Freude ausstrahlt, wird auch die Kundschaft diese Begeisterung zu schätzen wissen, und man selbst fühlt sich auch deutlich besser, da man von anderen Menschen positive Rückmeldungen bekommt.

Die Kunst liegt darin, dass du deine Aufgaben richtig inszenieren musst. Tu alles, was du tun musst, aber mit Begeisterung. Versuche einfach herauszufinden, was jemand anderer an deinem Job toll finden könnte, worum dich jemand beneiden könnte.

Regelmäßige Resümees 
Bist du in einem Unternehmen, in dem mit positiven Rückmeldungen nur sparsam umgegangen wird, dann solltest du zur Selbsthilfe greifen. Nimm dir einmal pro Woche die Zeit, um herauszufinden, was in der vergangenen Woche gut gelaufen ist, worauf du stolz sein kannst. Versuche auch hier wieder, mindestens fünf Punkte zu finden. Und wenn du nur vier findest, dann ist der fünfte, dass du auf vier Dinge gekommen bist. So vergisst du nicht auf deine Erfolge und baust dich selbst auf. 

Veränderung deines Berufsbildes
Steigt die Gleichgültigkeit gegenüber deiner Arbeit dennoch, dann ist noch lange kein Jobwechsel notwendig. Schließlich gibt es oft auch Möglichkeiten, sich innerhalb seiner Tätigkeit zu verändern bzw. zu verbessern. Die optimale Gelegenheit, um das anzusprechen, ist das meist jährlich durchgeführte Mitarbeitergespräch. Hier wird dir dein Chef Feedback geben, wie er dich als Mitarbeiter erlebt. Umgekehrt kannst jedoch auch du die Möglichkeit nutzen, um deinem Chef Rückmeldung über deinen Tätigkeitsbereich zu liefern – und eventuelle Veränderungswünsche anzubringen. In einem konstruktiven Gespräch solltest du dir bereits Gedanken gemacht haben, was dich eventuell wieder mehr fordern könnte. Du kannst mit deinem Chef beispielsweise besprechen, ob es möglich ist, neue Aufgabenbereiche zu deinem bisherigen Tätigkeitsfeld hinzuzufügen. Das wird vor allem dann die richtige Lösung sein, wenn du dich unausgelastet fühlst. 

Auch Weiterbildungen sind gute Chancen, um sich innerhalb des Unternehmens neu zu positionieren und beispielsweise Expertenstatus zu erwerben. Etwas anspruchsvoller sind dann meist Aufgaben, die in denen du Führungsverantwortung übernimmst. In größeren Unternehmen ist meist auch das möglich – entsprechendes Engagement natürlich vorausgesetzt. Wichtigster Schlüssel zu mehr Jobzufriedenheit ist offene Kommunikation. Damit finden sich in deinem Unternehmen oft großartge Möglichkeiten, um dich mehr zu fordern. 

Auf zu neuen Ufern
Sind die Veränderungspotenziale bei deinem gegenwärtigen Arbeitgeber nicht gegeben, oder stößt dein Wunsch nach Neuem auf Widerstand, dann solltest du dich nach Alternativen umsehen. Dein Vorteil: Solange du in einem aufrechten Dienstverhältnis bist, kannst du die Suche recht locker angehen – schließlich musst du nicht, du kannst. Zunächst gilt es, deine Ansprüche an einen neuen Job zu definieren. Was muss dir ein Job bieten, um dich zu fordern und zufrieden zu stellen? Sondiere den Markt, um einen Eindruck davon zu bekommen, welche Berufsbilder derzeit gesucht werden. 

Kannst du trotz Studieren der Jobanzeigen nicht sagen, welche Jobs für dich in Frage kommen, dann starte einen Feldversuch: Bewirb dich bei unterschiedlichen Unternehmen in unterschiedlichen Branchen. Meist zeigt sich in der Resonanz auf deine Bewerbungen sowie in weiterer Folge in den Vorstellungsgesprächen, welche Positionen für dich passen können. Hier gilt: Probieren geht über Studieren. Natürlich musst du die richtigen Qualifikationen für deinen Jobwunsch mitbringen. Erkennst du, dass dir eine Kompetenz in deinem Angebot fehlt, dann solltest du in Betracht ziehen, diese zu erwerben, um deiner neuen Herausforderung begegnen zu können. 

Positiv denken

Besonders wichtig ist deine Einstellung zu einer neuen Aufgabe. Gehst du positiv und offen an Veränderungen heran, dann wirst du deine Chancen gut nützen können und dein Berufsleben wird bald zu einer spannenden Bereicherung deines Lebens werden. Je entspannter du an die Veränderung herangehst, desto besser. Ist der richtige Zeitpunkt da, wirst du es merken.
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