Zu den Vorfällen soll es im vergangenen Jahr gekommen sein. Der Steirer, damals noch verheiratet, lernte die heute 35-Jährige Anfang 2008 kennen und ging mit ihr eine Beziehung ein. Im Juli sei es nach einem Ausflug zu sexuellen Handlungen gekommen. Während das Opfer von Vergewaltigung sprach, bestritt dies der Steirer. Bei einem weiteren Streit habe der junge Mann sie gepackt und auf den Boden geschleudert. "Mir sind die Sicherungen durchgebrannt", so der 28-Jährige.
"Gachzornig, aber sicher kein Vergewaltiger"
Es kam zu einem zehntägigen Betretungsverbot. Beide versöhnten sich wieder, im Herbst eskalierte die Situation neuerlich. Der Steirer musste in U-Haft. Es folgte eine weitere Neuauflage der Beziehung. Laut dem Angeklagten sei es immer zu Streitereien gekommen, wenn die Freundin getrunken habe. Die Exfrau des Angeklagten meinte, dass er "gachzorning" wäre, aber "sicher kein Vergewaltiger". Bis zur Trennung hätten beide keine Eheprobleme gehabt.
Wie sich im Laufe ihrer Einvernahme herausstellte, war das mutmaßliche Opfer eine Freundin der Ex-Frau des Bauarbeiters. Die 35-Jährige habe ihr nämlich erzählt, dass ihr erster Mann sie auch schon geschlagen und vergewaltigt hätte. Inzwischen ist die Ex-Frau des Angeklagten ihrerseits mit dem vermeintlich gewalttätigen Ex-Mann des Opfers liiert. Die Beziehung zwischen dem Steirer und der 35-Jährigen endete dann endgültig Anfang diesen Jahres.
Probleme mit Alkohol und Drogen?
"Sie bezeichnete immer alle ihre Männer als Psychopathen und Gewalttäter", erzählte die Ex-Frau. Und weiter: "Sie hat Probleme mit Alkohol und auch Drogen." Richter Rauter meinte nach der Einvernahme der ersten Zeugen:"Das vermeintliche Opfer wurde als nicht unproblematisch dargestellt." Das Datum der nächsten Verhandlung steht noch nicht fest.
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