Mord an Roma
13-Jährige hat die Angreifer gesehen
Die 13-Jährige liegt derzeit schwer verletzt im Krankenhaus. Ärzte schließen nicht aus, dass die Erinnerung des Mädchens zu einem späteren Zeitpunkt wieder hervorgerufen werden könnte. Allerdings steht die Jugendliche derzeit unter Schock, weshalb sie noch nicht einvernommen werden kann. Angesichts der schweren Kopfverletzungen, die das Mädchen erlitten hat, rechnen die Ärzte mit einer bis zu sechswöchigen Behandlungsdauer, meldete die Nachrichtenagentur MTI.
Dorfbewohner fassungslos
Nach einem Bericht der Internetzeitung "index" hatten die Täter offenbar die Tür eingetreten und in das Haus gefeuert. Die Nachbarn hörten zwar das Geräusch von drei oder vier Schüssen, die tote Frau und das unter Schock stehende Kind wurde aber erst in der Früh von Verwandten entdeckt. "Das Opfer war eine arbeitsame Frau, sie hat ihre Tochter unter kultivierten Verhältnissen allein erzogen", berichtete Bürgermeister Sandor Penzes gegenüber "index". Keiner im Ort verstehe, wer der Frau etwas hätte antun wollen.
Immer wieder Übergriffe auf Roma
Seit rund einem Jahr kommt es in Ungarn immer wieder zu aufsehenerregenden Angriffen auf die Häuser von Roma-Familien. Zuletzt war im April ein Mann im ostungarischen Tiszalök vor seinem Haus erschossen worden. Besonderes Entsetzen hatte ein Anschlag im Februar im zentralungarischen Tatarszentgyörgy ausgelöst, bei dem ein fünfjähriges Kind und dessen Vater getötet worden waren.
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