Schmerzfrei!

So arbeitest du für deinen Körper optimal

Wirtschaft
06.07.2009 18:24
Eine schiefe Sitzhaltung, ein flimmernder Bildschirm – was dir in deinem täglichen Berufsalltag schnell normal vorkommt, kann sich nach einiger Zeit rächen. Mangelnde Ergonomie am Arbeitsplatz kann deinem Körper langfristig Schaden zufügen und wäre teilweise ziemlich einfach zu vermeiden. Nach welchen Kriterien du deinen Arbeitsplatz gestalten solltest, erfährst du hier.
Arbeit am Computer

Achte darauf, dass dein Bildschirm so positioniert ist, dass dieser kein Licht reflektiert, wie beispielsweise durch Sonneneinfall oder Schreibtischlampen. Im Optimalfall sollte deine Blickrichtung parallel zum Fenster verlaufen. Wenn du gerade sitzt und genau waagrecht auf den Bildschirm siehst, dann sollte die erste Zeile keinesfalls über deinem Blick liegen. Damit dein Genick entspannt ist, sollte dein Blickwinkel 35% unter der Waagrechten liegen, der Abstand deines Gesichts zum Bildschirm etwa 55 Zentimeter betragen. Die Tastatur sollte so flach wie möglich sein und in der mittleren Tastenreihe maximal 3 Zentimeter hoch liegen, was bei eingeklappten Aufstellfüßchen der Fall ist. Vor der Tastatur sollte ausreichend Platz sein, damit du deine Handballen auflegen kannst. Das Tippen aus der Luft ist auf Dauer für die Handballen zu anstrengend.


Richtige Sitzhaltung

Deine Oberschenkel und Unterschenkel sollten miteinander einen 90°-Winkel bilden, genauso wie deine Ober- und Unterarme. Wenn du in dieser Haltung deine Füße nicht mehr vollständig auf den Boden stellen kannst, dann solltest du zunächst versuchen, den Tisch in der Höhe zu verstellen. Geht das nicht, kann ein kleines Fußpodest zum Abstellen der Füße Abhilfe schaffen. In jedem Fall solltest du immer wieder deinen Arbeitsplatz verlassen, dir die Beine vertreten und deine Muskeln auflockern, beispielsweise, wenn du zum Drucker gehst oder Formulare holst. Sofern dies bei deinem Bürosessel möglich ist, solltest du deine Rückenlehne flexibel einstellen, sodass du dich zwischendurch auch immer wieder zurücklehnen kannst.


Beleuchtung

Wirst du beim Arbeiten ungewöhnlich schnell müde, dann kann die falsche Beleuchtung ein Grund dafür sein. Die richtige Beleuchtung ist hell, aber ohne zu blenden. Der Raum sollte ein allgemeines Lichtniveau haben, bei Bedarf sollten zusätzliche Lampen, wie etwa in Form einer Schreibtischlampe, einschaltbar sein. Achte darauf, durch die Leuchten nicht geblendet zu werden und vermeide es, in einem dunklen Raum nur mit Schreibtischlampen zu arbeiten. An hellen Tagen solltest du dich durch Licht von Außen durch Rollos schützen.


Generell solltest du auf Warnsignale deines Körpers achten: Deine Sehstärke lässt nach, dein Rücken schmerzt, nach einem langen Tag tun dir deine Hände und Handgelenke weh – all das sollte dir Hinweis genug sein, dass etwas an deinem Arbeitsplatz verändert werden sollte. Überprüfe dich selbst, versuche, einzelne Parameter zu verändern und beobachte die Ergebnisse.
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