Endlich Schulschluss

Ferienbeginn für rund 33.000 Schüler

Burgenland
03.07.2009 12:30
Rund 33.000 burgenländische Schüler sind am Freitag in die neunwöchigen Sommerferien gestartet. Etwa 1.500 Maturanten sagen der Schule für immer Adieu. So erfreulich der Schulschluss für die Schüler ist, so besorgniserregend wirkt ein Blick in die Zukunft: Denn die Schüler im Burgenland werden immer weniger...

So werden kommenden Herbst 200 Schüler weniger erwartet als noch im abgelaufenen Schuljahr. An diesem Trend konnte auch das vor einem Jahr ins Leben gerufene Modell der Neuen Mittelschule nichts ändern, bei dem die Unterstufe des Gymnasiums und Hauptschule zusammengelegt wurden. 

Land streicht Unterstützung
Die Bilanz nach einem Jahr Neue Mittelschule fällt zwiespältig aus: Neben viel Lob gibt es auch kritische Stimmen und bereits erste Einsparungen. So streicht das Burgenland ab nächstem Schuljahrseine die bisherige Unterstützung für die Neue Mittelschule. Die Unterstützung sei nur für die Startphase gedacht gewesen, begründete man seitens der Landesregierung die Streichung.

Ab Herbst 28 Neue Mittelschulen
Dennoch wird es im neuen Schuljahr im Burgenland insgesamt 28 Neue Mittelschulen geben. In Mattersburg wird man im Herbst wie bereits im Vorjahr neuerlich mit sechs ersten Klassen starten. "Der Andrang war wieder sehr groß, wir mussten Schülern aus Platzgründen absagen", erklärte Direktorin Johanna Schwarz. Bei Lehrern, Eltern und Schülern ortet sie "Aufbruchstimmung", es gebe viel Motivation und Interesse, den Unterricht weiterzuentwickeln, auch wenn der Schulversuch für die Lehrer jede Menge Mehrarbeit bedeute. "Mehr Unterstützung" würde sich Schwarz im sozialpädagogischen Bereich wünschen. Dass es keine Leistungsgruppen mehr gibt, wertet die Direktorin als "große Erleichterung, weil man nicht immer gleich Etiketten an die Kinder verteilen muss".

Wien-Pendler müssen mit Staus rechnen
Der ÖAMTC warnt unterdessen Autofahrer vor dem Reiseverkehr und der pünktlich zum Ferienbeginn einsetzenden Baustellenflut. Besonders Wien-Pendler sollten mit Verzögerungen rechnen. Ab Dienstag früh (7. Juli) wird eine der wichtigsten Ein- und Ausfallstraßen im Westen Wiens, die Linzer Straße im 14. Bezirk, gesperrt. Große Probleme in beiden Richtungen erwartet der Club auch auf der stark frequentierten Verbindung vom 16. Bezirk über die Schmelz in Richtung Westausfahrt (Linzer Straße, Hadikgasse) oder auch Richtung Süden und Norden (Grüner Berg, Altmannsdorfer Straße, Altmannsdorfer Ast). Ab Dienstag (7. Juli) beginnen die Sanierungsarbeiten auf der Johnstraße im Abschnitt zwischen der Oeverseestraße und der Hütteldorfer Straße. In beiden Richtungen steht für die Autofahrer jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. 

Da auch in der Slowakei, in Tschechien, im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen, in Teilen der Niederlande und in Belgien diesen Freitag die Schulferien beginnen, ist auf den Transitrouten mit lebhaftem Verkehr zu rechnen.

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