"Verräterin!"
Frau entlarvt Schwerverbrecher – Kündigung!
Die Sektkorken knallten bei der Hamburger Polizei, als im Mai die Handschellen für Thomas Wolf klickten. Fast zehn Jahre lang war der Schwerverbrecher schon auf der Flucht. Damit war der 56-jährige Entführer und Bankräuber einer der meistgesuchten Männer Deutschlands.
Die Festnahme verdankten die Beamten Petra M., die Wolf per Kontaktanzeige kennengelernt hatte. Nachdem sie merkte, dass sie mit einem Kriminellen angebandelt hatte, meldete sie sich jedoch gleich bei den Ermittlern und verriet ihnen die Handynummer des Gesuchten. Per Funkpeilung grenzten die Beamten Wolfs Aufenthaltsort ein, ließen Fahnder ausschwärmen und schlugen schließlich zu (siehe Infobox).
"Du bist eine Verräterin. So etwas tut man nicht!"
Ob Petra M. die ausgesetzte Belohnung in Höhe von 100.000 Euro erhalten wird, ist noch nicht klar. Stattdessen erlebte sie jetzt erst einmal eine unangenehme Überraschung. Die Frau, in deren Schönheitssalon sich Petra M. als Fußpflegerin eingemietet hatte, kündigte ihr den Vertrag. Begründung: "Du bist eine Verräterin. So etwas tut man nicht!" Das berichteten am Donnerstag deutsche Medien.
Sogar die Hamburger Polizei sah sich jetzt genötigt, den beispiellosen Vorgang zu kommentieren. "Ich finde es verurteilenswert, dass eine Frau, die Zivilcourage bewiesen hat, damit bestraft wird, dass sie ihre Existenz verliert", sagte Ralf Meyer, Sprecher der Behörde.
*Name geändert
Das Bild zeigt eine Polizeibeamtin mit Wolfs Fahndungsfoto.
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