Was will ich?
Zunächst solltest du an die Jobsuche derart herangehen, dass du für dich festlegst, welche Jobs für dich in Frage kommen – bzw. bei welchen Stellenbeschreibungen du die besten Karten hast. Gehe hierfür von deiner derzeitigen Position aus: Was macht dir besonders Spaß, was kannst du wirklich gut? Und welche zusätzlichen Fähigkeiten kannst du grundsätzlich noch einbringen, die du derzeit nicht oder kaum benötigst. Damit weißt du, welche Stellenbeschreibung für dich in Frage kommt und kannst effektiv suchen.
Was biete ich?
Selbstwertgefühl und eine gesunde Portion Selbstbewusstsein sind die wichtigsten Helfer im Bewerbungsverfahren. Denn Personalverantwortliche erleben dich mit starkem Auftreten ganz anders, als wenn du verunsichert und flehentlich vor ihnen sitzt, weil du den Job dringend haben willst. Versuche deinem Gegenüber das Gefühl zu geben, dass du an dem Job aufrichtig interessiert bist, aber nicht um jeden Preis. Denn du weißt genau, dass deine Arbeitskraft einen Wert für das Unternehmen hat. So stärkst du deine Verhandlungsposition. Und das klappt nur, wenn du selbst dir darüber im Klaren bist, wo deine Stärken liegen.
Aufgaben sind erlernbar, Fähigkeiten und Charaktereigenschaften müssen dagegen vorhanden sein. Du solltest dir daher darüber klar werden, was du an positiven Eigenschaften mitbringst, die für deinen zukünftigen Vorgesetzten entscheidend sind. Im Marketing gibt es den Begriff USP – Unique Selling Proposition – kurz: etwas, das dich wirklich einzigartig macht. Genau das solltest du für dich selbst entwickeln. Schreibe dir selbst für dich eine Beurteilung jener Fähigkeiten, die dich auszeichnen: Bist du flexibel, lernbereit? Kannst du dich rasch auf neue Situationen einstellen? Bist du besonders teamfähig? Kannst du besonders schnell und zuverlässig arbeiten? Bist du stressresistent? Was sind die schwierigsten Herausforderungen, die du schon gelöst hast? Was waren deine schönsten Erfolge? Der Sinn dieser Übung ist ganz einfach: Du gewinnst einen Eindruck von deinen Fähigkeiten als Arbeitskraft und steigerst dein Selbstwertgefühl. Und das wiederum strahlst du auch nach außen aus.
Gute Vorbereitung
Die richtige Vorbereitung aufs Bewerbungsverfahren ist entscheidend. Denn du musst dich von Anfang an richtig verkaufen. Das beginnt schon bei Bewerbungsschreiben und Lebenslauf. Mache dir die Mühe, beide Schreiben für jede Bewerbung anzupassen. Und zwar so, dass sie genau auf die Stellenanzeige passen. So erhöhst du deine Chancen, zu einem persönlichen Gespräch eingeladen zu werden, ungemein. Auch sollten alle Bewerbungsunterlagen deine Persönlichkeit widerspiegeln. Du kannst durch die richtige Auswahl von Schriftarten, Farben und Strukturierungen ein gutes Bild von dir selbst zeichnen. Und auch hier gilt: anders als andere. Standardunterlagen haben schlechtere Chancen als Unterlagen mit einer persönlichen Note. Mehr zum Thema Bewerbungsunterlagen findest du in der Infobox.
Natürlich erfordert auch ein Bewerbungsgespräch genaue Vorbereitung. Überlege dir im Vorfeld, wie du mit gewissen Fragen umgehst: Wo sind deine Stärken, deine Schwächen? Warum bist du auf Jobsuche? Warum sollte man ausgerechnet dich auswählen? Wo siehst du dich in drei Jahren? Weiters gilt es, sich im Vorfeld über das Unternehmen schlau zu machen und sich gezielte Fragen zu überlegen, die für die Stelle relevant sind. Das zeugt von Interesse und fällt positiv auf. Auch kannst du so deine Position im Gespräch stärken. Fragen wie „Wenn ich mich für Sie entscheide, wie wäre dann…“ zeigen, dass nicht nur du in der Bewerberposition bist, sondern dass auch du aktiv entscheidest, ob das Unternehmen dein zukünftiger Arbeitgeber werden darf. Hast du dich im Vorfeld gut genug verkauft, dann ist das ein weiterer Punkt, der deine Persönlichkeit unterstreicht und dich interessanter macht.
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