Fr, 17. August 2018

Schnellere Hilfe

18.05.2009 19:09

Rettungsdienste der Ostregion vernetzen sich

Die Gesundheitsbehörden der Ostregion (Burgenland, Wien und Niederösterreich) wollen ihre Kooperation in Zukunft verstärken. Das wurde am Montag bei einer gemeinsamen Sitzung beschlossen. Im Burgenland soll noch heuer das Digitalfunknetz "Tetra" zum Einsatz kommen.

Die gemeinsame Verwendung des Digitalfunknetzes "Tetra", das bereits während der EURO 2008 erfolgreich zum Einsatz kam, soll die Kommunikation verbessern. Rettungsdienste erfahren dadurch schneller, in welchen Spitälern es freie Kapazitäten gibt. In Wien ist das System bereits voll ausgebaut, in Niederösterreich soll dies bis Ende Juni geschehen. Das Burgenland möchte ebenfalls bald teilnehmen, wie Landesrat Rezar berichtete. Er gehe davon aus, dass dies noch heuer möglich sei.

Medizinische Betreuung "möglichst wohnortnah"
Beschlossen wurde am Montag auch, dass Patienten, die aufgrund einer seltenen Stoffwechselerkrankung ("Orphan Diseases") bisher nur im Wiener Allgemeinen Krankenhaus behandelt werden konnten, künftig auch im Umkreis ihres Wohnortes betreut werden sollen. Dazu wird ein Phasenplan erarbeitet, der dies ermöglichen soll. In Zukunft müsste nur mehr die Diagnose und der Behandlungsplan in Wien erstellt werden, der Rest soll "möglichst wohnortnah in geeigneten Gesundheitseinrichtungen" übernommen werden, wie es hieß.

Kosten sollen überschaubar bleiben
Die Länder würden, so wurde betont, durch derartige Kooperationen einen "ordentlichen Beitrag" leisten, die Steigerungen im Bereich der Gesundheitskosten "vernünftig" zu halten. Gewarnt wurde aber davor, Kosten vom niedergelassenen Bereich in die Spitäler auszulagern. "Der Kostentreiber ist mit Sicherheit nicht der Föderalismus, sondern der Zentralismus", so der Vertreter Niederösterreichs, Wolfgang Sobotka.

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