Sa, 22. September 2018

Camper vor Gericht

18.05.2009 13:13

Wohnwagen verscherbelt und Geld eingestreift

Wohnwagen, Blechhütte, Brunnen, Griller und Minibike: Sein gesamtes Hab und Gut am Stausee in Rauchwart hat ein Camper bei einem Freund in guten Händen geglaubt. Doch der Steirer verscherbelte die Gegenstände und steckte das Geld in die eigene Tasche. Der 43-Jährige und seine Frau landeten nun vor Gericht. Sie wurden zu einer bedingten Haftstrafe und zu Schadensersatzzahlungen verurteilt.

Blind hatte Thomas F. seinem Campingfreund aus Graz vertraut. "Als ich meine Sachen in Rauchwart nicht mehr brauchte, habe ich Heimo gebeten, sie für mich zu verkaufen", schildert der Geschädigte jetzt vor Gericht. Ein Blanko-Vertrag wurde aufgesetzt, danach meldete sich der "Freund" nie mehr wieder.

Wohnwagen verscherbelt
"Ein halbes Jahr lang haben wir immer wieder versucht, ihn anzurufen, aber nie hat jemand abgehoben", berichtet F. Bei einem Besuch in Rauchwart erfuhr seine Lebensgefährtin schließlich, dass ihr Wohnwagen samt Zubehör längst den Besitzer gewechselt hatte. Mehr als 8.700 Euro hatten der Steirer und seine Frau in die eigene Tasche gesteckt.

Zu sechs Monaten Haft verurteilt
"Das Geld steht uns zu", behaupten die beiden auf der Anklagebank. "Wir haben viele Arbeitsstunden investiert, um den maroden Campingwagen wieder soweit herzurichten, dass er überhaupt verkauft werden kann." Anders sieht das Richter Wolfgang Rauter. Er verurteilte das Ehepaar zu einer bedingten Haftstrafe von sechs Monaten. Außerdem müssen sie 4.100 Euro Schadenersatz zahlen.

von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung
Symbolbild

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