So, 24. Juni 2018

Karrieresprung

14.05.2009 21:43

Vom Kollegen zum Chef

Du leistest tolle Arbeit, und das bleibt nicht unbemerkt – du wirst befördert. Und hast damit auf einmal mit einer ganz neuen Herausforderung zu kämpfen, denn mit einem Mal bist du der Vorgesetzte deiner bisherigen Kollegen. Eine Situation mit viel Zündstoff. Denn sicher werden sich einige mit dir freuen, doch andere hadern mit dieser neuen Konstellation. Wie du dir Respekt verschaffst und auch wirklich zu einem Vorgesetzten wirst, das erfährst du hier.
Des einen Freud…

Es ist nun einmal eben so, dass eine offene Stelle immer nur mit einem Mitarbeiter besetzt werden kann. Und das passiert gerne mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen, da diese das Unternehmen bereits gut kennen. Allerdings bedeutet das auch, dass einer gegenüber anderen bevorzugt wird. Deine Beförderung wird daher vermutlich nicht auf der breiten Front pure Begeisterung auslösen. Vielleicht gibt es Kollegen, die meinen, für deinen Job besser geeignet zu sein. Wieder andere gönnen dir einfach deinen Erfolg nicht. Du wirst daher mit etwas Widerstand rechnen müssen. Andererseits kann es aber auch sein, dass deine Kollegen sich freuen, weil sie meinen, es nun einfacher zu haben als vorher, da du ja „einer von ihnen“ bist – vielleicht erwarten sie sogar deutliche Verbesserungen ihrer Situation. Hier für Motivation zu sorgen, Leistungen einzufordern und auch Abfuhren zu erteilen ist nicht unbedingt einfach. Denn du bist nun keiner mehr von „ihnen“. Du hast nun eine stärkere Verpflichtung dem Unternehmen gegenüber.


Vom Mitarbeiter zur Führungskraft

Deine Aufgabe besteht nunmehr darin, deine Mitarbeiter zu lenken und zu leiten. Du hast Ziele und Ergebnisverantwortung. Diese neue Rolle musst du dir selbst vor Augen halten und sie annehmen. Es wird nun Stärke und Vorbildwirkung von dir erwartet. Auch musst du in der Lage sein, dich durchzusetzen. Mache dir bewusst, dass es einen Grund hatte, warum gerade du befördert wurdest – und die anderen nicht. Achte jedoch darauf, nicht arrogant und überheblich zu wirken. Alte Freundschaften können und sollen sogar weiter bestehen bleiben, auch eine Rückkehr vom Du zum Sie ist falsch.


Beobachten

Strecke daher zu Beginn einmal deine Fühler aus und versuche herauszufinden, wer wie reagiert. Wer sind deine Unterstützer, auf wen musst du aufpassen? Welche Dinge funktionieren gut, welche plötzlich nicht mehr. Dann gilt es, zu reagieren. Du solltest keinen Konflikt provozieren, denn Widerstand erschwert dir dein weiteres Vorankommen. Sprich jedoch an, was dir aufgefallen ist und mache deine Erwartungshaltung klar. Du sitzt am längeren Hebel – das sollte klar sein und erleichtert dir auch deine Position. Kläre die neuen Richtlinien, definiere, was gleich bleibt und was sich ändert und setze dich durch. Auch solltest du an Schlüsselbeziehungen arbeiten: Wer ist besonders wichtig für die Stimmung im Team, wer ist Meinungsbildner? Diesen Personen solltest du besonderen Respekt und Vertrauen entgegenbringen und sie damit auf deine Seite ziehen.


Weiters hilfreich kann ein gemeinsames Gespräch mit den Kollegen und einem übergeordneten Vorgesetzten sein, in dem dieser klar macht, warum die Beförderung zu deinen Gunsten entschieden wurde und warum die anderen Kollegen in jenen Positionen wichtig sind, die sie inne haben.

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