"Ich komme kaum einen Tag pünktlich in die Arbeit. So kann das nicht weitergehen", klagt ein Mann aus Deutschkreutz. Auf der Route ab Ebenfurth in Richtung Wien kam es seit Februar neunmal zu Verspätungen von bis zu einer halben Stunde.
Unzumutbare Bedingungen
"Die Klagen bei uns häufen sich. Die Pendler sind verzweifelt, haben Angst um ihre Jobs", ist AK-Präsident Alfred Schreiner verärgert. Er fordert, dass die unzumutbaren Bedingungen verbessert werden. "Es muss in zusätzlichen Gesprächen mit den Bahnverantwortlichen Druck auf die ÖBB ausgeübt werden", so der AK-Chef. Denn die Pendler würden viel Geld für ihre Beförderung zahlen und hätten Anspruch auf Pünktlichkeit. Als Zumutung bezeichnet Schreiner die geplante Erhöhung des Fahrpreises.
Ticketpreise für "Öffis" 1. Juli erhöht
Der Preis für einen Einzelfahrtschein in der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) wird ab 1. Juli von 1,70 Euro auf 1,80 Euro erhöht. Deutliche Teuerungen gibt es auf den Pendlerstrecken, so kostet eine Fahrt von Eisenstadt nach Wien monatlich dann 143,70 statt 138,50 Euro - ein Plus von 5,5 Prozent. Durchschnittlich steigen die Tarife in den Außenzonen um 4,8 Prozent. Auch in Wien kostet der Einzelfahrtschein ab sofort 1,80 Euro und damit um 10 Cent mehr. Die Preise für Wochen-, Monats- und Jahreskarten bleiben gleich.
Gelegenheitsnutzer der öffentlichen Verkehrsmittel müssen ab 1. Juli durchschnittlich um 70 Cent mehr pro Monat bezahlen, errechnet das VOR-Team.
Gestiegene Betriebskosten als Grund
Die ersten Preiserhöhungen seit zwei Jahren werden von VOR übrigens mit den gestiegenen Betriebskosten begründet, die nur teilweise durch Mehreinnahmen wegen der erhöhten Nachfrage gedeckt werden können.
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