Die ganze Geschichte begann, als die FPÖ Kärnten Guggenbichler im Frühjahr 2006 beauftragt hatte, Ermittlungen gegen Haider bezüglich Stadionbau, Fremdenverkehrswerbung und Vorkommnisse bei der Hypo Alpe Adria Bank anzustellen. Dafür bekam der Privatdetektiv zweimal 5.000 Euro als Akontozahlung. Als die FPÖ an Guggenbichler herantrat, Haider in seinem privaten Bereich zu beschatten und nach Möglichkeit über diesen privaten und intimen Bereich auch entsprechende Fotodokumentationen beizubringen, um Munition für den Wahlkampf zu haben, lehnte der Privatdetektiv aber ab. Die Freiheitlichen revanchierten sich daraufhin mit einer Anzeige beim Finanzamt, dass Guggenbichler das von ihnen erhaltene Geld nicht versteuert hätte.
Haider verspricht Job
Guggenbichler wandte sich in der Bitte um einen Kredit an den damaligen Landeshauptmann Jörg Haider. Der beschaffte ihm das Geld bei der Hypo. Der Privatdetektiv erklärte Haider, dass er sich den Kredit nur leisten könne, wenn er einen Job von ihm erhalte. Haider sicherte Guggenbichler zu, nach der Wahl den Posten als Sicherheitsbeauftragter zu erhalten.
Vom einstigen Chef der Kärntner Hypo Group Alpe Adria Bank, Wolfgang Kulterer, bekam der Privatdetektiv 93.000 Euro ausgezahlt. Guggenbichler hatte dem Ex-Generaldirektor erklärt, dass er monatlich 5.000 Euro zurückzahlen werde, da er einen Job von Haider zugesagt bekommen hätte. Bei einem Treffen am 6. Juni 2006 sei Haider mit mehreren Personen zu Guggenbichler gekommen, wo ihm Petzner offiziell vorgestellt worden sei, mit dem Hinweis, der Pressesprecher würde alles bezüglich der Tätigkeit des Privatdetektiven als Sicherheitsbeauftragter regeln.
Guggenbichler wurde danach auch von Kulterer mit diversen Ermittlungen in Sachen FMA (Finanzmarktaufsicht, Anm.) und im Bereich der Hypo beauftragt. Obwohl der Ex-Generaldirektor sämtliche Ermittlungsergebnisse erhalten hätte, habe er lediglich einige Rechnungen über die Hypo Alpe Adria bezahlt. Für für 250.000 Euro sollte Kulterer selbst aufkommen - diese Summe habe er allerdings nie erhalten, so Guggenbichler.
Petzner dementiert
Petzner behaupte nun, dass Guggenbichler kein Job als Sicherheitsbeauftragter von Haider zugesagt worden wäre. Das veranlasste den Privatdedektiv zu einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Laut Guggenbichler seien ihm durch das Verhalten des ehemaligen Haider-Vertrauten und der gesamten Causa Hypo und Kulterer ein Schaden von über 500.000 Euro entstanden.
"Dahinter steckt die ÖVP..."
Petzner ortet hinter der Anzeige des Privatdetektivs eine Kampagne der Volkspartei. Es handle sich um ein "durchsichtiges Manöver der ÖVP", meinte er am Montagabend via Aussendung. "Dass das jetzt auftaucht, dahinter steckt die ÖVP die versucht, mit derartigen Schmutzkübelaktionen dem BZÖ zu schaden." Auch ein Motiv machte Petzner aus: "Pure Angst vorm BZÖ bei der EU-Wahl".
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