Die aktuelle Welle nahm Ende Jänner, Anfang Februar in der Steiermark ihren Ausgang. Damals wurden im Labor des Instituts für Virologie an der Medizinischen Universität Wien plötzlich mehr als 20 Fälle der potentiell gefährlichen Infektionskrankheit bestätigt. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2008 war das Labor mit fünf Fällen konfrontiert. Laut Experten des Instituts sei die Krankheit durch eine Impfung leicht zu verhindern.
Vor allem Kasernen betroffen
Die Zahl der Erkrankten stieg seit Jahresbeginn stetig, und fand am 16. April mit 161 bestätigten Fällen ihren vorläufigen Höhepunkt, wobei vor allem Grundwehrdiener im Burgenland, aber auch in der Steiermark betroffen waren. Mittlerweile wurden neben den Erkrankungen aus einer burgenländischen und sieben steirischen Kasernen auch vereinzelt Infektionen aus Wien (drei Fälle) und Kärnten (ein Fall) bekannt.
Frau brach Schwangerschaft ab
Besonders tragisch ist der Fall einer jungen, nicht gegen Röteln geimpften Frau. Sie war in der neunten Woche schwanger, als sie sich mit der Krankheit ansteckte. Wegen des hohen Risikos für ihr ungeborenes Kind, mit einer Behinderung zu Welt zu kommen, entschied sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch.
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