"Ich kann es noch kaum fassen. Ich habe überlebt!", so der sichtlich schockierte Edgar Weber. Der 54-jährige Banker aus Frankfurt war mit seinen beiden Begleitern in der Früh mit Tourenskiern Richtung Großglockner unterwegs gewesen. "Als wir im mittleren Teil des Ködnitzkees waren, spürten wir, dass uns kein leichter Abschnitt bevorsteht, weil alles vereist war", so der 54-Jährige.
Trotzdem ging die Dreiergruppe weiter, schließlich sind alles erfahrene Bergleute, die oft im Jahr schwieriges Gelände in Angriff nehmen.
Mit Ski an Eisklumpen hängen geblieben
Als Weber eine Kehre machen musste, passierte das Unglück. "Ich blieb mit dem rechten Ski an einem Eisklumpen hängen und schon ging es bergab." Und zwar 150 Meter tief. "Ich dachte nur: Um Himmels Willen! Die ganze Zeit habe ich aber mit dem rechten Schuh fest gegen das Eis gedrückt, sodass ich irgendwann zum Stillstand gekommen bin." Weber erlitt eine Schulterluxation und eine Oberschenkelfraktur.
"Nach höllischen Schmerzen geht es mir aber wieder gut", versichert er. Und der Glockner, den er noch nie bezwungen hat, ruft ihn schon wieder.
von Martina Holzer (Kärntner Krone) und kaerntnerkrone.at
Symbolbild
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