Entgegen allen Beteuerungen der Innenministerin seien von landesweit 1.730 Planstellen nur mehr 1.470 tatsächlich besetzt. "Es gibt bereits eine akute Personallücke von rund 260 Beamten", so Illedits weiter. Diese sei durch nicht erfolgte Nachbesetzung und durch Versetzung von Beamten in andere Bundesländer entstanden. Daraus ziehe er den Schluss, die Innenministerin setze das seit langem kolportierte Konzept um, wonach 400 bis 500 Beamte im Burgenland eingespart werden sollen. Außerdem fordert die SPÖ die Aufrechterhaltung des Assistenzeinsatzes des Bundesheeres bis es ausreichend Personal für die Exekutive gebe. (Siehe Infobox)
Steigende Kriminalität und sinkende Aufklärungsrate
"Handlungsbedarf" in Sachen Personalaufstockung ortete der SPÖ-Klubchef aufgrund der aktuellen Kriminalitätsstatistik. Statistisch gesehen würden im Burgenland im Schnitt täglich 3,3 Einbrüche verübt. Die Aufklärungsquote bei Einbruchsdiebstählen sei von 32 Prozent auf mittlerweile 11,8 Prozent gesunken. Im ersten Quartal dieses Jahres sei die Zahl der Einbrüche um 15 Prozent (von 259 auf 297) gestiegen.
Freiwerdende Stellen nachbesetzen
Polizeigewerkschafter Manfred Bleich (FSG) forderte, alle Polizeiinspektionen auf einen Personalstand von zwölf Planstellen zu bringen, um eine ständige Besetzung zu gewährleisten. Von rund 50 Dienststellen hätten derzeit etwa 32 weniger als zwölf Planstellen zur Verfügung. Auch durch Pensionierung freiwerdende Stellen - in den vergangenen Jahren seien es 120 gewesen, innerhalb von vier Jahren stünden weitere 130 Pensionierungen an - sollten nachbesetzt werden.
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