Alleine im letzten Jahr seien etwa 250 solcher Werbeverkaufsveranstaltungen - oft als Ausflugsfahrten getarnt - gezählt worden. „Mit zu teuren Produkten werden dabei Millionenbeträge erzielt, bei mangelnder Qualität“, erklärt Landesrätin Dunst. Verkauft werden etwa Matratzen um 1.000 Euro, obwohl der eigentliche Wert laut Arbeiterkammer gerade einmal bei 70 Euro liegt. Geschädigt werden dabei nicht nur die Konsumenten, sondern auch die Wirtschaft und letztlich der Staat durch entgangene Steuereinnahmen. Um dem einen Riegel vorzuschieben, wurden daher in Österreich die gesetzlichen Rahmenbedingungen verschärft.
Gemeinsame Aktionen mit ungarischer Polizei
„Für die Unternehmer war im Burgenland klar, da wird kontrolliert, daher sind sie nach Ungarn ausgewichen“, fasst die Landesrätin Dunst die Entwicklung zusammen und erklärt: „Die heute abgeschlossene Erklärung versetzt uns in die Lage, die zuständigen westungarischen Behörden sofort zu informieren und gemeinsame Aktionen gegen konkrete Veranstalter durchzuführen.“
Breite Zusammenarbeit vereinbart
Der Kampf gegen unseriöse Werbefahrten ist aber nur ein Punkt, der heute vereinbart wurde. Generell soll die Zusammenarbeit mit den westungarischen Behörden weiter ausgebaut werden. Konkret geht es dabei um die Aufklärung und Bildung der Konsumentinnen und Konsumenten. „Je eher der Konsument Bescheid weiß, desto mehr kann er sich schützen“, erklärt Dunst und betont, dass „die Zusammenarbeit mit Ungarn schon in den letzten beiden Jahren funktioniert hat.“
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