Anschlag im Jemen
Vier Südkoreaner bei Attentat getötet
Ausland
15.03.2009 20:59
Bei einem Selbstmordanschlag auf eine südkoreanische Touristengruppe im Jemen sind am Sonntag vier Südkoreaner getötet worden. Ihr einheimischer Reiseführer wurde verwundet, wie die Behörden mitteilten. Es war der jüngste in einer ganzen Reihe von Anschlägen auf ausländische Touristen in einem Land, dass sowohl für seine einzigartigen Baudenkmäler als auch für die starke Präsenz des Terrornetzwerks Al Kaida bekannt ist.
Die Reisegruppe aus Südkorea war den Angaben zufolge in der Provinz Hadramout im Süden des Landes unterwegs. Die Touristen befanden sich in der Nähe der alten Festungsstadt Shibam (Bild), die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Sie ist berühmt für ihre jahrhundertealten Lehmhochhäuser und wird oft auch als "Manhattan der Wüste" bezeichnet. Dort posierten sie für ein Foto, als der Selbstmordattentäter seine Bombe zündete.
Im Jänner 2008 wurden im Jemen zwei belgische Touristen und ihr einheimischer Fahrer Opfer eines Anschlags, der Al-Kaida-Extremisten zugeschrieben wurde. Im Juli 2007 fielen acht Urlauber und zwei Jemeniten einem Selbstmordattentat in Zentraljemen zum Opfer.
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