100.000 ¿ Schaden

Schüler irrtümlich von Busfahrer beschuldigt

Kärnten
12.03.2009 08:41
"Mein Sohn Martin ist ja kein Schwerverbrecher. Das lasse ich mir nicht gefallen", war Mutter Beatrix Sablatnig verärgert. Im Schulbus von Klagenfurt ins Rosental hatte ein Busfahrer den 15-Jährigen beschuldigt, er habe gezündelt und Sitze beschädigt, obwohl er zur Tatzeit krank gewesen war. Jetzt folgten Entschuldigungen.

"Er soll sagen, wer die anderen waren, sonst muss er den Schaden allein zahlen, so hat der Busfahrer meinem Sohn gedroht", berichtet die aufgebrachte Rosentalerin: "Das ist Nötigung!" 

ÖBB: "Bedauerlicher Irrtum"
Bei einem Gespräch zwischen dem 15-Jährigen, seinen Eltern und dem Busfahrer mussten die ÖBB-Postbus-Verantwortlichen nun eingestehen, den Falschen beschuldigt zu haben. "Es ist uns ein bedauerlicher Irrtum unterlaufen", so ÖBB-Sprecher Christoph Posch: "Wir haben uns beim Schüler und den Eltern natürlich sofort entschuldigt."

Doch warum greifen Busfahrer nun härter durch? Posch: "Wir haben in unseren Zügen und Bussen jedes Jahr Sachschäden in Höhe von mehr als 100.000 Euro und da zeigen wir jetzt kein Verständnis mehr. Es vergeht leider kein Tag, wo nichts passiert." 

"Warum sollen wir viel Geld zahlen?"
Die ÖBB wollen weiter energisch vorgehen. "Jeder, der in unseren Verkehrsmitteln bei einer Sachbeschädigung erwischt wird, wird bei der Polizei angezeigt", so Posch: "Warum sollen wir viel Geld zahlen, nur weil sich manche nicht benehmen können?"

von Hannes Wallner, Kärntner Krone und kaerntnerkrone.at

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