Blutbad auf Markt
Dutzende Tote bei Sprengstoffanschlag im Irak
Aus der nördlichen Stadt Mossul meldete die Polizei am Dienstag neue Angriffe auf Angehörige der christlichen Minderheit. Ein christlicher Arzt starb, als eine Autobombe detonierte, die offensichtlich den Sohn eines christlichen Lokalpolitikers treffen sollte. Durch eine weitere Autobombe, die in einem Christen-Viertel neben einer Polizeipatrouille detonierte, wurden sechs Menschen verletzt.
Granate auf Hochzeitsgesellschaft
In Mossul waren am Montagabend neun Menschen verletzt worden, als Extremisten eine Handgranate auf eine Hochzeitsgesellschaft warfen. In dem Viertel wohnen Angehörige der religiösen Minderheit der Schabak. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak wurde bei einem Raketenangriff auf den britischen Militärstützpunkt am Flughafen von Basra im Südirak am Montagabend ein Zivilist getötet. Nahe des nordirakischen Kirkuk starben am Dienstag zwei Polizisten, als ein Sprengsatz neben dem Konvoi von Polizeidirektor Khalid Mohammed explodierte.
Der irakische Außenminister Hoshyar Zebari erklärte unterdessen, die nächste Konferenz der Irak-Nachbarstaaten unter internationaler Beteiligung werde im kommenden Frühjahr im Irak stattfinden. Zebari sagte laut Aswat al-Irak, er erwarte, dass die Außenminister der arabischen Staaten und US-Außenministerin Hillary Clinton daran teilnähmen. Der Irak drängt bereits seit einiger Zeit darauf, die Nachbarstaaten-Konferenzen, an denen regelmäßig auch westliche Staaten teilgenommen hatten, nach Bagdad zu verlegen. Einige Staaten haben dies bisher aufgrund von Sicherheitsbedenken abgelehnt, andere aus politischen Erwägungen.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.