Die Listenreihung auf dem Wahlzettel verspricht in einen orange-blauen Bruderkrieg auszuarten. Der FP als stärkster Partei der Landtagswahl 2004 steht der erste Platz zu. Das BZÖ fühlt sich aber als Erbe und beansprucht diesen Platz für sich.
Untermauert wird dieser Anspruch mit der Listenbezeichnung "Die Freiheitlichen in Kärnten - BZÖ". Die FPÖ hat gegen die Verwendung des Begriffs "Freiheitliche" durch das BZÖ vor der Nationalratswahl 2006 prozessiert und Recht bekommen - zumindest in den anderen Bundesländern.
Canori will nicht mit BZÖ "herumstreiten"
Für Kärnten gab es eine Sonderregelung, angeblich weil "Die Freiheitlichen in Kärnten" als eigener Verein eingetragen sind. Die FPÖ will auf den ersten Listenplatz dennoch nicht verzichten: Sie hat ihre Rechtsanwälte mit der Prüfung der Angelegenheit betraut. Auch wenn Spitzenkandidat Mario Canori davon nicht begeistert ist: "Ich habe kein Bedürfnis, mit dem BZÖ herumzustreiten."
Wahlbehörde gefördert
Entschieden wird über die Reihung nach dem 23. Jänner: Bis dahin müssen die Parteien ihre Wahlvorschläge eingebracht haben. Keine leichte Aufgabe für die Wahlbehörde, der neun Parteienvertreter, drei Richter und Landesamtsdirektor Reinhard Sladko angehören.
Von Waltraud Dengel/Kärntner Krone und www.kaerntnerkrone.at
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